Für Mario Gomez und Christian Gentner war es ein gebrauchter Tag (Foto: Imago, Pressefoto Rudel/Robin Rudel)

Bundesliga | VfB Stuttgart Frustrierende Adventszeit beim VfB Stuttgart

Spiel verloren, Erik Thommy und Benjamin Pavard verloren - Dennis Aogo und Andreas Beck zumindest fraglich. Eigentlich hat der VfB Stuttgart nur einen Trost.

Statt der zweiten Kerze am Adventskranz hätten Spieler, Trainer und Fans des VfB Stuttgart am Sonntag wohl lieber eine Rakete gezündet. Doch das 0:3 bei Borussia Mönchengladbach hat allen die vorweihnachtliche Freude geraubt. Schlimmer noch: Mit dem gelb-rot-gesperrten Erik Thommy und dem verletzten Benjamin Pavard fallen mindestens zwei Spieler für das Heimspiel gegen Hertha BSC aus. Pavards Rückkehr wird sich nach dem Muskelbündelriss des Franzosen noch lange verzögern. Zudem ist fraglich, ob Dennis Aogo und Andreas Beck dann schon wieder mitwirken können, denn auch sie mussten das Spielfeld frühzeitig verlassen. Das alles tat den Schwaben "brutal weh", befand VfB-Schlussmann Ron-Robert Zieler. "Wir sind arg gebeutelt", sagte VfB-Sportvorstand Michael Reschke.

Gomez ärgert sich über seine vergebene Chance

Dabei konnte der VfB Stuttgart in der ersten Halbzeit ganz gut mithalten. VfB-Stürmer Mario Gomez hatte in der 30. Minute sogar die große Chance, Stuttgart in Führung zu schießen. Doch Gomez vergab. Mittlerweile ist der 33-Jährige seit mehr als 500 Minuten ohne eigenen Tor-Erfolg. Entsprechend genervt gab er sich im SWR-Interview.

Mit neun Treffern ist das Team von Markus Weinzierl am wenigsten torgefährlich, dafür hat es schon 29 kassiert. "Wenn der Ball von mir ins Tor geht, gehen wir in Führung und das Spiel kann sich anders entwickeln. Aber der Ball geht im Moment nicht über die Linie", ärgerte sich Gomez.

Weinzierl hadert mit der Verletzten-Misere

Auch Trainer Markus Weinzierl war nach dem Spiel reichlich konsterniert: "Nach den zwei verletzungsbedingten Wechseln in der ersten Halbzeit hatten wir am Ende wenig dagegenzusetzen", bilanzierte der 43-Jährige. "In der Schlussphase lief dann alles gegen uns." Doch auch er ist von der Qualität seiner Mannschaft weiterhin überzeugt: "Wenn wir personell nicht so angeschlagen wären, wäre mehr möglich gewesen."

Ein Trost bleibt Fans und Spielern des VfB Stuttgart: Die Konkurrenz kann auch nicht wirklich punkten. Einzig Hannover 96 konnte beim FSV Mainz 05 einen Punkt entführen. Die übrigen Rivalen im Abstiegskampf haben allesamt verloren. Das macht auch Mario Gomez Mut: "Wir werden nun den Kopf hochnehmen, weitermachen und natürlich nicht aufgeben."

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