VfB-Stuttgart-Stürmer Stven Zuber hadert mit der 0:3-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf (Foto: SWR, Jan Huebner/Hufnagel)

Bundesliga | VfB Stuttgart Der VfB Stuttgart kommt in Düsseldorf unter die Räder

Der VfB Stuttgart rutscht immer tiefer in die Krise. Nach der 0:3-Niederlage haben die Schwaben drei Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

Der VfB Stuttgart und sein Trainer Markus Weinzierl rutschen in der Fußball-Bundesliga immer tiefer in die Krise. Stuttgart verlor am Sonntagabend nach einer schwachen Vorstellung 0:3 (0:1) bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und wartet nun bereits seit sechs Spielen auf ein Erfolgserlebnis. Kenan Karaman (34. Minute), Oliver Fink (49.) und der eingewechselte Benito Raman (85.) waren die Torschützen für Fortuna Düsseldorf. Der Stuttgarter Nicolas Gonzalez sah wegen einer Tätlichkeit in der Nachspielzeit die Rote Karte. "Die Mannschaft strotzt jetzt nicht gerade vor Selbstvertrauen. Es gilt, so schnell wie möglich eine Reaktion zu zeigen", sagte Weinzierl nach dem Spiel.

Angesichts der miserablen Bilanz von nur drei Siegen, einem Unentschieden und zehn Niederlagen unter Weinzierl richtet sich der Fokus auf den Trainer, der nach dem siebten Spieltag das Amt von Tayfun Korkut übernommen hatte. Der VfB Stuttgart auf dem Relegationsrang hat drei Punkte Rückstand auf den FC Augsburg. Der Rückstand auf Fortuna Düsseldorf beträgt bereits zehn Punkte. Ob der Trainer kommende Woche gegen RB Leipzig noch auf der Bank sitzen wird? Der ehemalige VfB-Profi Maurizio Gaudino ist skeptisch und zählt die Indizien auf, die seiner Meinung nach für eine Trennung sprechen.

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Der VfB Stuttgart hatte Düsseldorf nur wenig entgegenzusetzen

Der Unterschied zwischen beiden Teams wurde vor 40.211 Zuschauern schnell deutlich. Düsseldorf trat angesichts der 13 Punkte aus den sechs Spielen zuvor selbstbewusst auf, verteidigte aggressiv und gab den Ton an. Die Gäste, die auf den gesperrten Mario Gomez, auf Timo Baumgartl (leichte Gehirnerschütterung) und Dennis Aogo (Wadenprobleme) verzichten mussten, taten sich schwer und brachten im ersten Durchgang kaum fließende Aktionen zusammen.

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Die Fortuna sorgte für Unterhaltung. Vor allem Dodi Lukebakio war an den Offensivaktionen maßgeblich beteiligt. VfB-Keeper Ron-Robert Zieler (24. Minute) rettete zunächst gegen den Belgier, dem wenig später bei einem Solo im letzten Moment durch Ozan Kabak der Ball vom Fuß gespitzelt wurde (26.). Doch Lukebakios Offensiv-Drang führte dann doch zum Erfolg, als seine Flanke den Kopf von Kenan Karaman fand und der die verdiente Führung erzielte. Stuttgarter Chancen gab es nicht, stattdessen drei Gelbe Karten für Weltmeister Benjamin Pavard, Alexander Esswein und Santiago Ascacibar. 10:4 Torschüsse lautete die Bilanz zugunsten der Gastgeber. "Wir sind natürlich enttäuscht. Wir haben die Zweikämpfe nicht so bestritten wie der Gegner. Bei den Gegentoren haben wir mitgeholfen. Der Gegner hat uns den Schneid abgekauft. Wir haben eine schwierige Situation und strotzen nicht vor Selbstvertrauen. Meine Zukunft interessiert mich nicht", sagte Weinzierl.

Auch Anastasios Donis brachte dem VfB Stuttgart keinen Schwung

Zur zweiten Halbzeit brachte Weinzierl Anastasios Donis für Steven Zuber. Doch trotz eines forschen Beginns des VfB gab es gleich den nächsten Gegentreffer für die schwächste Abwehr der Liga. Fink lief mit dem Ball auf das Tor, schlug einen Haken und vollendete aus 18 Metern mit einem schönen Schuss ins rechte obere Eck. Die Fortuna-Fans waren aus dem Häuschen. Lukebakio hätte wenig später noch erhöhen können, sein Schuss aus spitzem Winkel ging aber am Tor vorbei. Stuttgart, für das in Erik Thommy für Kapitän Christian Gentner ein weiterer Angreifer kam, tat sich in der Folge sichtlich schwer. Und ein wenig Glück fehlte auch wie bei einem Kopfball von Nicolas Gonzales (61.) und einem Schuss von Esswein (73.), Versuche, die das Düsseldorfer Tor verfehlten.

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