In Stuttgart herrscht nach dem schlechten Saisonstart Ernüchterung.  (Foto: Imago, Pressefoto Rudel/Robin Rudel)

Bundesliga | VfB Stuttgart Fehlstart des VfB Stuttgart – nicht zum ersten Mal

Drei Niederlagen in den ersten drei Pflicht-Spielen bedeuten den schlechtesten VfB-Saisonstart aller Zeiten. Doch die Schwaben sind schon häufiger verkorkst in eine Saison gestartet.

Drei Pflichtspiele. Drei Niederlagen. Null Tore. Null Punkte. Der VfB Stuttgart erlebt momentan den schlechtesten Saisonstart seiner Vereinsgeschichte. Die anfängliche Euphorie ist der Ernüchterung gewichen, im Netz werden die ersten VfB-Fans schon wieder unruhig.

Dabei müssten sie sich mittlerweile an verkorkste Saisonstarts ihres Vereins gewöhnt haben. Denn vor allem in der jüngeren Vergangenheit sind die Schwaben nur mühsam in die Spur gekommen.

Sieglos in der Liga

Zum Beispiel in der Abstiegs-Saison 2015/16. Damals blieb der VfB sogar in den ersten vier Bundesliga-Spielen sieg- und punktlos: Niederlagen gegen Köln (1:3), den HSV (2:3), Eintracht Frankfurt (1:4) und Hertha BSC Berlin (1:2) schleuderten die Schwaben – so wie in dieser Spielzeit – vorläufig auf den letzten Tabellenplatz. Einziger Unterschied zu 2018: Das erste Pflichtspiel hatte der VfB im DFB-Pokal gegen Holstein Kiel mit 2:1 für sich entscheiden können.

Auch in den Jahren 2013/14 und 2010/11 verlor der VfB die ersten drei Partien in der Bundesliga, nachdem die erste Runde im DFB-Pokal überstanden war.

Konsequenzen für die Trainer

In den drei vergangenen Fehlstart-Jahren wurden dann auch ziemlich schnell personelle Konsequenzen gezogen: 2010/11 war für Trainer Christian Gross nach dem siebten Spieltag Schluss (sieben Spiele, sechs Niederlagen), für Bruno Labbadia 2013/14 bereits nach dem dritten. In der Saison 2015/16 zog der VfB am 13. Spieltag die Reißleine und stellte Chef-Coach Alexander Zorninger frei. Jürgen Kramny übernahm, konnte den Abstieg in die zweite Liga aber nicht verhindern.  

Bruno Labbadia wurde in der Saison 201314 bereits am dritten Spieltag als VfB-Chef-Coach freigestellt. (Foto: SWR, imago sportfotodienst)
Bruno Labbadia wurde in der Saison 2013/14 bereits am dritten Spieltag als VfB-Chef-Coach freigestellt. imago sportfotodienst

Offensiv harmlos

Torlos blieb der VfB in den ersten drei Pflichtspielen in der Vergangenheit dagegen nur ein einziges Mal: in der Saison 2001/02. Damals machten die Stuttgarter allerdings das Beste aus ihrer Tor-Flaute und sicherten sich gegen Köln (0:0) und Werder Bremen (0:0) immerhin zwei Punkte. Am Ende der Saison entschädigte der achte Tabellenplatz die anfangs ausgebliebene Torgefahr.

Apropos ausgebliebene Torgefahr: Die ersten vier Pflichtspiele in Folge torlos blieb der VfB bisher noch nie. Das könnte sich am Sonntag im Derby beim SC Freiburg (18 Uhr) ändern.

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