Symbolfoto: VfB Fans in der Kurve im Stadion des VfB Stuttgart.  (Foto: Imago, imago)

Fußball | Bundesliga Der älteste VfB-Fanclub sieht schwarz

Der VfB Stuttgart ist stark abstiegsgefährdet, der Rückhalt an der Basis beginnt zu bröckeln. SWR Sport sprach mit Benedikt Storz vom ältesten VfB Fanclub Villingendorf.

Der VfB Fanclub Villingendorf E.V. ist der älteste offizielle Fanclub des VfB Stuttgart. Im Januar 1977 ist der Fanclub gegründet worden, am 31.7.1991 ist er dann als erster offizieller Fanclub anerkannt worden. Aber auch die Treuesten der Treuesten verzweifeln an den Leistungen ihrer Kicker, am Tabellenplatz und an der Vereinsführung.

Herr Storz, wie schwer ist es in diesen Tagen, Fan des VfB Stuttgart zu sein?

"Ja natürlich sehr, sehr schwer. Obwohl es ja auch die letzten Jahre immer sehr kritisch war, aber jetzt in diesem Jahr, ist es noch mal eine Schippe härter finde ich. Wobei auch etwas die Resignation einzieht (lacht) und man nimmt das ganze nicht mehr so ernst, bzw. nicht mehr ganz so tragisch, aber doch, im Endeffekt schmerzt es doch immer noch mehr."

Dauer

Hat man noch den Funken Hoffnung, dass sich der VfB Stuttgart am Ende auf dem Relegationsplatz oder noch besser einpendelt?

"Klar die Hoffnung stirbt zuletzt, auf den Relegationsplatz wird es hinauslaufen, das muss auch das Ziel sein.

"Die Fehler fangen oben an und ziehen sich bis runter auf den Platz"

Benedikt Storz, Vorsitzender des ältesten VfB Fanclubs Villingendorf

Eigentlich rücken Verein und Fans ja im Abstiegskampf, in schweren Zeiten, zusammen. Was haben sie gerade für ein Gefühl beim VfB, rückt der Anhang zusammen oder geht er auf Distanz?

"Ja das bekomme ich selbst in der Kurve mit, da habe ich das Gefühl, dass seit der Ausgliederung einige Mitglieder, einige Fans distanzierter sind, dass die Identifikation nicht mehr so gegeben ist wie früher. Ich denke da an die Abstiegssaison, wie da die Fans hinter dem Verein noch gestanden sind, bis zum letzten Spiel in Wolfsburg. Und auch in der zweiten Liga wie grandios, da die Fans auch hinter dem Verein standen, obwohl es zweite Liga war. Ja, ich habe schon das Gefühl, dass einige Mitlglieder und Fans jetzt auf Distanz gehen."

Was denken Sie denn, wie endet die Saison?

"Also ich denke, es endet leider mit einem Abstieg, wenn ich es realistisch für mich betrachte. So wie die Mannschaft gerade drauf ist und wie die Stimmung im Verein ist und was gerade drumherum passiert, rechne ich leider mit dem schlimmsten und hoffe auf den Relegationsplatz."

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