Wolfgang Dietrich zu Gast bei Sport im Dritten (Foto: SWR)

Bundesliga | VfB Stuttgart Dietrich: "Haben eine schnelle Entscheidung gebraucht"

Präsident Wolfgang Dietrich hat im SWR erklärt, warum der VfB Stuttgart Trainer Tayfun Korkut nach dem 1:3 bei Hannover 96 entlassen hat.

Nach dem 1:3 bei Hannover 96 sah VfB-Präsident Wolfgang Dietrich keine Alternative mehr, als den vergangene Saison so erfolgreichen Trainer Tayfun Korkut zu enlassen: "Es war eine Situation, die sehr angespannt war. Das war ganz klar, dass eine Entscheidung kommen muss", sagte der Präsident des VfB Stuttgart, der am Sonntagabend sichtlich angespannt wirkte: "Noch einmal zu sagen, wir warten noch ein paar Tage, wäre nicht in Ordnung gewesen. Nicht gegenüber Tayfun und auch nicht für uns selbst."

"Brauchen jetzt jede Stunde"

Nach dem schwachen Saisonstart des VfB - Stuttgart liegt mit fünf Punkten aus sieben Spielen auf Rang 18 der Bundesliga - geht Dietrich davon aus, das die Schwaben ein unruhiger Herbst erwartet. "Wir brauchen jetzt jeden Tag, um eben die schwere Phase, die vor uns liegt, vorzubereiten - in welche Richtung es jetzt auch immer gegangen wäre. Deswegen hat bei unsere Entscheidung - glaube ich - auch jede Stunde gezählt, dass wir das relativ schnell machen. Ich bin einfach dafür, wenn eine Entscheidung ansteht muss man die treffen und umsetzen. Da noch lange zu warten bringt allen Beteiligten nichts und ich bin auch davon überzeugt das sie richtig ist", sagte Dietrich.

"Wir brauchen jetzt jeden Tag, um eben die schwere Phase, die vor uns liegt, vorzubereiten."

Gegen den BVB bereits mit neuem Coach?

Der Nachfolger für Korkut soll möglichst bereits vor dem nächsten Bundesliga-Spiel am 20. Oktober gegen Borussia Dortmund feststehen. "Wir suchen einen Trainer, der uns gegen Dortmund zur Verfügung steht", sagte Dietrich. Interimstrainer Andreas Hinkel wird demnach nur dann auf der Bank sitzen, "wenn wir nicht den idealen Mann bis dahin gefunden haben", ergänzte der 70-Jährige.

Dauer

Sportvorstand Michael Reschke sei nun auf der Suche nach einem Nachfolger, sagte Dietrich. Vom künftigen Chefcoach erwartet der Präsident vor allem drei Dinge: "Zunächst mal ist es wichtig, dass er genügend Ruhe ausstrahlt, um in diesem Haifischbecken Bundesliga zu bestehen. Der zweite Punkt ist, er muss möglichst einen modernen Fußball spielen lassen und unsere Mannschaft weiterentwickeln. Und drittens muss er eine Balance zwischen den erfahrenen und jungen Spielern des Tabellenletzten finden."

VfB Stuttgart - Trainerkandidaten Wer beerbt Korkut beim VfB?

Martin Schmidt (Foto: Imago, imago/Sven Simon)
Der Schweizer Martin Schmidt ist in der Bundesliga auch kein Unbekannter. Nach Stationen in Mainz und Wolfsburg wäre er zu haben. Imago imago/Sven Simon Bild in Detailansicht öffnen
Der Geislinger Markus Gisdol wäre nach dem Abstieg mit dem HSV auch frei. 2005-2007 war er beim VfB schon mal für die U17 zuständig. Imago Imago Bild in Detailansicht öffnen
Thomas Schneider hat auch VfB-Stallgeruch. Nach der desatrösen WM, war seine Zeit beim DFB als Co-Trainer mit Joachim Löw gezählt. Momentan ist er Scoutingbereich des DFB tätig. Imago Pressefoto Rudel/Robin Rudel; Bild in Detailansicht öffnen
Markus Weinzierl steht momentan noch bei Schalke 04 auf der Payroll. Für ihn müsste der VfB sicher einiges locker machen. Imago imago/Jan Huebner Bild in Detailansicht öffnen
Ralph Hasenhüttl musste bei RB Leipzig gehen. Doch ob er Lust auf den VfB hat, bleibt abzuwarten. Imago Jan Kuppert/SVEN SIMON; Bild in Detailansicht öffnen
Armin Veh oder Felix Magath - die alten Hasen der VfB-Trainer werden immer wieder gehandelt. Eher nostalgisch als realistisch, zumal Veh als Sportdirektor beim 1.FC Köln tätig ist. Imago Pressefoto Rudel/Robin Rudel; Bild in Detailansicht öffnen
Jürgen Klinsmann - die schwäbische Lösung. Doch ob der ehemalige Nationaltrainer Deutschlands und der USA wirklich zurück in den Vereinsfußball kommen möchte, scheint eher unwahrscheinlich. Imago Pressefoto Rudel/Robin Rudel; Bild in Detailansicht öffnen
Jens Keller war in Jahren 2009 und 2010 schon mal für den VfB als Trainer tätig. Nach seiner Entlassung bei Union Berlin im letzten Jahr wäre er aber zu haben. Imago Elmar Kremser/SVEN SIMON; Bild in Detailansicht öffnen
Für Peter Stöger gab es in Dortmund keine Zukunft. Mit dem Österreicher würde beim VfB eine unaufgeregte Arbeitsweise Einzug halten. Imago Elmar Kremser/SVEN SIMON Bild in Detailansicht öffnen
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