Benjamin Pavard ist mit Frankreich ins WM-Finale eingezogen (Foto: Imago, Yohei Osada)

Fußball | WM 2018 Benjamin Pavard wandelt auf Thurams Spuren

Benjamin Pavard steht mit Frankreichs Nationalmannschaft im Finale der Fifa-WM 2018. Dabei hat der Stuttgarter Verteidiger in der ersten Halbzeit nicht weltmeisterlich agiert.

Frankreich steht im WM-Finale. Das ist für Benjamin Pavard das Wichtigste. Daher kann er wohl verschmerzen, dass der Stuttgarter Verteidiger vor dem Seitenwechsel eine eher mäßige Partie spielte und ein ums andere Mal von Belgiens Außenstürmer Eden Hazard überspielt wurde. Pavard hat bis zum Pausenpfiff gerade einmal 29 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen. Es war der schlechteste Wert des ansonsten so überragend auftrumpfenden Pavard.

Sein Tor im Achtelfinale gegen Argentinien ist in Frankreich jetzt schon legendär - die Franzosen haben Pavard sogar ein Lieg gewidmet. In diesem Halbfinale hätte sich der Rechtsverteidiger in der 39. Minute endgültig unsterblich machen können. Von Kilian Mbappé freigespielt tauchte er frei vor Belgiens Torwart Thibaut Courtois auf. Pavard hätte querlegen können - Antoine Griezmann stand völlig frei. Doch der 22-Jährige entschied sich für den Schuss - und scheiterte am gut aufgelegten belgischen Schlussmann.

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Pavard steigerte sich in der zweiten Hälfte

In der zweiten Halbzeit stabilisierte sich Pavard; und spätestens nach dem 1:0-Siegtreffer von Samuel Umtiti in der 51. Minute hatte er Hazard auf seiner rechten Abwehr-Seite vollends im Griff.

Nach den guten WM-Leistungen schossen auch die Transfer-Gerüchte ins Kraut. Das ist auch VfB-Sportdirektor Michael Reschke nicht entgangen. Doch der will alles dafür tun, dass Pavard noch ein Jahr in Stuttgart bleibt. Dass der Franzose danach zu einem Topklub wechseln wird, steht auch für Reschke fest: "Ein zweites Jahr wird es ganz sicher nicht werden."

Badstuber will noch eine Saison mit Pavard spielen

Auch sein Teamkollege Holger Badstuber ist von den Qualitäten des 22-jährigen Franzosen überzeugt: "Er ist ein Partner, den ich in der letzten Saison auch noch ein wenig führen konnte. Ob er nächstes Jahr noch hier spielt? Er ist sehr begehrt, das ist logisch bei seinem Alter und seiner Klasse. Aber ich gehe davon aus."

Am Sonntag greift Pavard in Moskau nach dem WM-Pokal. Dort trifft er mit der "Equipe Tricolore" auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Kroatien und England. Und die Zeichen stehen gut: 1998 trafen auf dem Weg zu Frankreichs erstem WM-Titel die Verteidiger Bixente Lizarazu, Laurent Blanc und Lilian Thuram, 2018 gehören die Defensivspezialisten Benjamin Pavard, Raphaël Varane und Samuel Umtiti zu den Torschützen.

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