Weltmeister Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart (Foto: Imago, Sportfoto Rudel)

Bundesliga | VfB Stuttgart French Connection: Weltmeister Pavard und der VfB

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Im Sommer wurde Benjamin Pavard mit der französischen Nationalelf Weltmeister. Nicht ganz so rosig läuft es aktuell hingegen bei seinem Verein VfB Stuttgart. Der 22-Jährige sprach mit dem SWR über die WM in Russland, die Bundesliga und seine persönlichen Ziele.

Man kann sie nicht außen vor lassen: Die Gerüchte um Benjamin Pavard und einen möglichen Wechsel zum Rekordmeister FC Bayern München im nächsten Sommer. Den Nachfragen geht Pavard geschickt aus dem Weg und zeigt sich ziemlich konzentriert - und zwar nur auf einen Bundesligisten, nämlich den VfB Stuttgart.

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"Ich bin hier in Stuttgart sehr glücklich. Mein Ziel ist es, so viele Punkte wie möglich zu holen. Aber es ist natürlich schön, wenn Bayern Interesse zeigt. Was nach dem Sommer kommt, weiß ich jetzt aber noch nicht", sagte Pavard dem SWR.

"Ich habe mich mit niemandem getroffen und nichts unterschrieben."

Benjamin Pavard

Auch die Spekulationen, der Franzose habe sich während der WM bereits mit einem Bayern-Verantwortlichen getroffen, weist er klar zurück: "Es war sogar für meine Eltern schwer, mich während der WM zu kontaktieren. Wie soll es da jemand von Bayern zu mir geschafft haben? Ich habe niemanden getroffen und nichts unterschrieben."

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"In Frankreich kann ich nicht mehr Métro fahren"

Von 2014 bis 2016 kickte Pavard in seiner Heimat noch für den Zweitligisten Lille OSC. Der Wechsel zum VfB Stuttgart im Sommer vor zwei Jahren war dann sein nächster Schritt auf der Karriereleiter. Vorläufiger Höhepunkt war die Nominierung für die französische Nationalmannschaft. Mit der Equipe tricolore gewann er im Sommer in Russland als Stammspieler den WM-Titel.

Seitdem hat sich für Benjamin Pavard einiges geändert: "In Frankreich kann ich seit der WM nicht mehr alleine Métro fahren. Ich habe sogar schon mal einen Abteil nur für mich selbst gemietet. Das ist die Kehrseite der Medaille. Aber ich will mich nicht beklagen - es war mein größter Traum, Weltmeister zu werden. Hier in Deutschland sind die Fans dagegen aber noch wesentlich entspannter. Oft erkennen sie mich, aber sprechen mich nicht an, weil sie Angst haben, mich zu nerven."

"Ich war nach der WM müde"

So wie seine Fans nur Augen für ihn haben, so scheint Pavard - bis jetzt - nur Augen für den VfB zu haben. Das bis jetzt schlechte Abschneiden in dieser Spielzeit versucht er so zu erklären: "Die Kollektiv-Leistung war in dieser Saison einfach nicht so gut. Außerdem war ich selbst nach der WM einfach müde. Da sind mir Fehler passiert, für die ich die Verantwortung übernehmen muss. Trotzdem bin ich sehr zuversichtlich, denn die Mannschaft hält richtig gut zusammen."

Für die Zukunft wünscht sich Benjamin Pavard, dass der VfB die Klasse halten kann. Damit das so bleibt, muss der 22-Jährige auch seine eigenen Ziele erreichen: Verletzungsfrei bleiben und in die alte Top-Form zurückkommen.

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