Ozan Kabak vom VfB Stuttgart im Duell mit Thomas Müller vom FC Bayern München (Foto: picture-alliance / Reportdienste)

Fußball | Bundesliga VfB Stuttgart verliert am Ende deutlich beim FC Bayern

Lange achtbar geschlagen, am Ende trotzdem deutlich verloren: Der VfB Stuttgart unterlag am 19. Bundesliga-Spieltag nach einer engagierten Leistung mit 1:4 (1:1) beim FC Bayern München.

VfB-Sportvorstand Reschke stützte Trainer Markus Weinzierl nach der Pleite in München: Der Glaube "ist da". Für die Schwaben war es die vierte Niederlage in Folge, bereits die neunte im zwölften Spiel unter Coach Weinzierl. Die Bayern-Mannschaft von Coach Niko Kovac erwischte vor 75.000 Zuschauern in der Allianz Arena einen Blitzstart und ging bereits in der fünften Minute durch Thiago in Führung. Anastasios Donis (26.) glich mit einem gefühlvollen Schlenzer überraschend aus.

Anastasios Donis trifft für den VfB Stuttgart gegen den FC Bayern München (Foto: picture-alliance / Reportdienste)
Anastasios Donis trifft für den VfB Stuttgart gegen den FC Bayern München

Stuttgart beim 1:2 im Pech

In der 55. Minute benötigten die Bayern die Hilfe des VfB zum 2:1. Kapitän Christian Gentner fälschte einen Schuss von Serge Gnabry ins eigene Tor ab. Leon Goretzka gelang das 3:1 (71.), Robert Lewandowski setzte den Schlusspunkt (85.). In der 65. Minute hatte der polnische Torjäger noch einen Foulelfmeter an den Pfosten gesetzt.

Bayern lange Zeit nicht souverän

Die Bayern zeigten nicht nur in dieser Szene Schwächen. Immerhin verhinderten sie eine weitere Heimblamage wie in der Hinrunde gegen Augsburg (1:1), Freiburg (1:1) und Düsseldorf (3:3) am Ende aber in überzeugender Manier.

Debüt für Kabak - Gomez nur Reservist

Kovac vertraute der Mannschaft, die zum Rückrundenstart in Hoffenheim 3:1 gewonnen hatte. Beim VfB feierte der von Galatasaray Istanbul für elf Millionen Euro verpflichtete Ozan Kabak sein Debüt in der Innenverteidigung. Im Sturm verzichtete Weinzierl auf Torjäger Mario Gomez.

Dies fiel erst kaum ins Gewicht. Denn der VfB, der den Münchnern im Mai mit einem 4:1 die Meisterfeier verdorben hatte, geriet gleich mächtig unter Druck. Und schon früh war der Plan von Weinzierl, möglichst lange die Null zu halten, Makulatur. Die Bayern bauten die bis dahin harmlosen Stuttgarter aber nach gut 15 Minuten mit ihrer nachlässigen Spielweise auf. Nachdem Nicolas Gonzalez (23.) das Ziel noch verfehlt hatte, zirkelte Donis den Ball unhaltbar für Manuel Neuer ins Tor. In der 33. Minute hätte Donis sogar die Führung erzielen müssen, schoss freistehend aber Neuer an. Die Bayern erhöhten wieder das Tempo. Doch Kingsley Coman scheiterte erst an Zieler (37.) und traf dann das Außennetz (44.).

Nach dem Wechsel reagierte Kovac und verstärkte mit der Hereinnahme von Gnabry für Javi Martinez die Offensive. Die Bayern drängten den VfB nun zurück, hatten bei der erneuten Führung aber Glück - genauso wie beim Pfostentreffer von Gonzalez (64.).

VfB-Sportvorstand Reschke stützt Trainer Weinzierl

Der VfB Stuttgart bleibt damit im Tabellenkeller und liegt weiter auf dem Relegationsrang 16. Ein weiterer Trainerwechsel ist für Sportvorstand Michael Reschke dennoch kein Thema. "Der Glaube in Markus Weinzierl ist da. Er macht einen guten Job, ist sehr fokussiert. Wir glauben, dass wir wieder in die Spur kommen", sagte Reschke am Sonntagabend in der TV-Sendung "Sky 90".

Am nächsten Sonntag (18 Uhr) empfangen die Schwaben den SC Freiburg.

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