Für Dennis Aogo ist beim VfB Stuttgart wohl Schluss (Foto: Imago, Bernd König)

Fußball | 2. Bundesliga Fix! Auch für Dennis Aogo ist beim VfB Stuttgart Schluss

Nachdem der auslaufende Vertrag von Kapitän Christian Gentner beim VfB Stuttgart nicht verlängert wird, hat mit Dennis Aogo ein weiterer Routinier keine Zukunft bei den Schwaben.

Der zum 30. Juni auslaufende Vertrag des 32-Jährigen wird ebenfalls nicht ausgeweitet. "Dennis Aogo hat beim VfB jeden Tag eine professionelle Einstellung gezeigt und alles für den Verein gegeben. Aufgrund der neuen sportlichen Ausrichtung haben wir uns jedoch dazu entschlossen, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Wir bedanken uns bei Dennis für seinen Einsatz im Trikot mit dem Brustring", sagte VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.

Dauer

Damit endet Aogos Zeit in Stutttgart mit dem Abstieg. Der Mittelfeldspieler war nach dem Aufstieg 2017 zum VfB gewechselt und bestritt in zwei Jahren 44 Ligaspiele.

Aogo freut sich auf "neue sportliche Herausforderung", wäre aber gern geblieben

"Ich habe mich beim VfB und in Stuttgart sehr wohl gefühlt. Ich freue mich nun auf die neue Herausforderung, die kommen wird", sagte Aogo selbst.

Er wäre indes gerne in Stuttgart geblieben, wie er in einem Text auf seiner Facebook-Seite deutlich machte: "Ich sag ganz ehrlich, dass ich gern mit aller Kraft dabei geholfen hätte, die Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen. Ich glaube auch, dass hier nicht so vieles kaputt ist, wie zuletzt immer mal von außen behauptet wurde. Mag abgedroschen klingen, aber es war mir eine Ehre, bis zum letzten Spiel meinen Platz beim VfB gehabt zu haben, der Verein hat so eine starke Energie, davon träumen viele andere."

Hey! Ein paar Worte, die mir jetzt nicht so leicht fallen. Nach den finalen Gesprächen in den vergangenen Tagen ist nun leider klar, dass mein Weg beim VfB nicht weiterführen wird. Ich sag ganz ehrlich, dass ich gern mit aller Kraft dabei geholfen hätte, die Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen. Ich glaube auch, dass hier nicht so vieles kaputt ist, wie zuletzt immer mal von außen behauptet wurde. Die neuen Verantwortlichen machen sich viele Gedanken, ich drücke beide Daumen und habe Hoffnung, dass mit etwas mehr Ruhe bald wieder regelmäßige Siege stehen. Mag abgedroschen klingen, aber es war mir eine Ehre, bis zum letzten Spiel meinen Platz beim VfB gehabt zu haben, der Verein hat so eine starke Energie, davon träumen viele andere. Ich hätte mir nichts sehnlicher gewünscht, als dass wir es nach dieser sehr schwierigen Saison in Berlin noch gepackt hätten. Das Spiel werde ich nicht vergessen, wie aber auch einige tolle Augenblicke im VfB-Trikot. DANKE dafür und viel Erfolg allen Stuttgartern für die nächste Saison. Zu guter Letzt noch: Ich weiß ja, wie gern sich einige ihre Münder zerreißen, über das, was die Aogos bei Instagram so machen. Aber ganz ehrlich, das ist eben auch ein Teil meines Lebens, neben meinem Beruf als Fußballer, für den ich von Herzen alles gebe und hart arbeite, habe ich auch noch ein privateres Leben, wie alle anderen Menschen auch. Sollen wir uns verstellen, um es da irgendwem recht zu machen? Sorry, das bin ich nicht, das wäre in meinen Augen falsch. Danke für euer Verständnis (also denen, die es haben) und bis bald!! Euer Dennis

Fast wäre Aogo nochmal zum Helden geworden

In seiner letzten Partie für die Schwaben, dem Relegations-Rückspiel bei Union Berlin (0:0), hätte Aogo zum Held werden können. Er verwandelte in der neunten Minute einen direkten Freistoß zur vermeintlichen VfB-Führung. Der Treffer zählte allerdings nicht, da Angreifer Nicolas Gonzalez im Abseits stand und den generischen Torwart irritierte. So ging die Partie 0:0 aus - nach dem 2:2 im Hinspiel der Abstieg für Stuttgart.

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