Der Trainer des VfB Stuttgart beim Dienstags-Training. (Foto: Imago, imago)

Bundesliga | VfB Stuttgart Dem VfB Stuttgart droht der dritte Abstieg aus der Bundesliga

Nach turbulenten Osterfeiertagen versucht sich der VfB Stuttgart fit für den Saisonendspurt zu machen. Der neue Trainer Nico Willig soll versuchen in den restlichen vier Partien den Klassenerhalt zu schaffen.

Hinter denjenigen, die es mit dem VfB Stuttgart halten, liegt ein total verkorkstes Osterwochenende. Erst dieser kollektive Offenbarungseid beim 0:6-Debakel in Augsburg, dann die zeitnahe Freistellung von Trainer Markus Weinzierl und, am Tag drauf, die Beförderung von U19-Coach Nico Willig zum Cheftrainer der Profis. Wieder einmal, wie so oft in den letzten Jahren, eine personelle Achterbahnfahrt, die die Schwaben da hingelegt haben.

"Ostern ist versaut."

Thomas Hitzlsperger
Dauer

Am Dienstag leitete Nico Willig seine zweite Einheit mit den Profis. Aktuell ist der 38-Jährige gebürtige Tübinger sicher noch in der "Findungsphase". Nur die Zeit drängt. Besser gestern als heute muss der ehemalige Oberliga-Verteidiger herausfinden, auf wen er sich in den verbleibenden vier Partien absolut verlassen kann. Zum einen muss er sicherlich viele Gespräche führen. Zum anderen muss er der ganzen Truppe, insbesondere den gestandenen Bundesligaprofis wie Mario Gomez, Gonzalo Castro oder Christian Gentner glaubhaft vermitteln, wie sein Plan für den Klassenerhalt lautet. Die Hauptaufgabe dürfte aber sein, aus einem versprengten Haufen eine schlagfertige Einheit zu formen.

Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC Berlin,VfL Wolfsburg und Schalke 04. Das sind die letzten vier Aufgaben für den VfB im Saisonfinale. Der Auftrag ist glasklar: unter dem Strich benötigen die Stuttgarter auf dem Relegationsplatz 16 nach dem letzten Spieltag mindestens einen Punkt mehr als der Vorletzte Nürnberg. Denn das ohnehin schon miserable Torverhältnis hat sich der VfB nach dem 0:6 in Augsburg noch weiter verhunzt. Vor dem 31. Spieltag haben die Nürnberger zwar drei Punkte weniger, dafür aber ein um acht Treffer besseres Torverhältnis. Den Gedanken, die Schalker noch von Platz 15 verdrängen zu können, haben sie auf dem Wasen seit dem vergangenen Wochenende aufgegeben.

"Chancen auf Relegation ist um Dimensionen kleiner geworden."

Wolfgang Dietrich

Welcher Trainer im Sommer die Geschäfte von Nico übernehmen wird, ist nach wie vor offen. Zuletzt stand Oliver Glasner vom Linzer ASK hoch im Kurs. Der Österreicher hat aber aktuell bestätigt, dass er beim VfL Wolfsburg Nachfolger von Bruno Labbadia werden wird.

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