VfB-Team vor Fantribüne (Foto: Imago, Jan Huebner)

Bundesliga | VfB Stuttgart Das erste Endspiel für den VfB Stuttgart

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Die Tabelle lügt nicht. Nach zehn Spieltagen hat der VfB Stuttgart gerade mal mickrige fünf Pünktchen auf der Habenseite. Mit dieser schwachen Ausbeute und mit Tabellenplatz 18 hat man vereinsintern nicht gerechnet.

VfB-Sportvorstand Michael Reschke hat, nachdem er 35 Millionen Euro in den Kader investiert hat, vor der Saison noch getönt: "Mit dem Abstieg haben wir dieses Jahr nichts zu tun." Irren ist menschlich. Die Gründe aber für den Absturz des schwäbischen Traditionsvereins liegen tiefer.

Die eklatante Defensivschwäche

Nach herausragender Rückrunde in der Vorsaison glaubte man unter dem damaligen Trainer Korkut den Schlüssel für mehr Stabilität gefunden zu haben. Das aber war ein Trugschluss. Vor allem der erfahrene Holger Badstuber patzte zu Saisonbeginn reihenweise. Die Folge: Ausgeschieden im Pokal. Bundesligaauftakt in Mainz versemmelt. Der 29-jährige Badstuber erweist sich als zu unbeweglich und vor allem als zu langsam.

Die Folge des missglückten Saisonstarts: Der gesamte Abwehrverbund wird aufgefressen von Verunsicherung. Es hagelt gegnerische Tore und auch der frischgebackene Weltmeister Benjamin Pavard wird mit dem Virus der Verunsicherung infiziert. Nach zehn Spieltagen hat die Mannschaft 24 Treffer hinnehmen müssen. Pro Partie klingelte es also 2,4 mal im Kasten von Ron-Robert Zieler.

Die harmlose Offensive

Mario Gomez hat nicht mehr die Dynamik vergangener Tage. Und kommt der 33-Jährige, was selten genug der Fall ist, mal zu Chancen, kann er diese nicht nutzen. Der Killerinstinkt ist im Sommer irgendwie abhanden gekommen.

Sein Sturmpartner Nicolas Gonzalez, ein Neueinkauf des Sportvorstandes Michael Reschke, ist engagiert und stets bemüht. Die Erwartungen aber, die in ihn gesetzt wurden, konnte der 20-Jährige bislang nicht erfüllen. Der Argentinier ist noch ohne Pflichspieltor. Aber die Beiden haben es auch schwer, da die Gesamtausrichtung des Teams sehr defensiv ist. Meist fehlt Gomez und Gonzalez die Unterstützung.

Mangelnde Fitness

Möglicherweise ist das die Mutter aller Ursachen beim VfB Stuttgart. Die Lauf- und vor allem die Sprintleistungen der Mannschaft waren bisher in fast allen Spielen unzureichend. Entsprechend schlecht auch die Zweikampfwerte. Auch die Neuzugänge reihen sich da nahtlos ein.

Hinzu kommt Verletzungspech. Daniel Didavi mit langwieriger Achillessehnenreizung kommt nicht in die Gänge. Der Verein überlegt, ob der Kreativspieler für die Partie gegen Nürnberg fitgespritzt werden soll. Ein großes Risiko ist dies allemal. Und der schnelle Grieche Anastasios Donis fehlt auf jeden Fall noch gegen den Club nach seinem Muskelbündelriss Ende September.

Fazit: Erstes Endspiel in Nürnberg

Es muss sich schnell was tun beim VfB Stuttgart. Keine leichte Aufgabe für den neuen Trainer Markus Weinzierl. Denn bliebe die prozentuale Punktausbeute bis zum Saisonende, würde der VfB Stuttgart absteigen. Mit 17 Punkten am Saisonende ist die Klasse nicht zu halten, das steht fest. In Nürnberg, so das Ziel des VfB, soll der zweite Saisonsieg eingefahren werden. Für die Schwaben beginnt die Zeit der Endspiele früh in der Saison. Das erste Finale findet in Nürnberg statt.

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