Als Vorstandsvorsitzender und Sportvorstand in einer Person ist und bleibt Hitzlsperger auch der Vorgesetzte von Sportdirektor Sven Mislintat und Cheftrainer Tim Walter (Foto: Imago, imago images/Sportfoto Rudel)

Fußball | 2. Bundesliga So könnte Hitzlsperger den VfB Stuttgart verändern

Am Dienstag beginnt die neue Amtszeit von Thomas Hitzlsperger als Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart. Was bedeutet seine Beförderung für den VfB?

In kurzer Zeit ist Thomas Hitzlsperger beim VfB Stuttgart ein steiler Aufstieg gelungen. Eine Woche nach seiner Beförderung rückt der frühere Nationalspieler am Dienstag nun offiziell zum Vorstandsvorsitzenden auf. Der 37-Jährige fühlt sich bereit, auch ohne Erfahrung in der Wirtschaft die Verantwortung für Sport, Strategie und Kommunikation des Zweitligisten zu übernehmen. Was kommt nun auf ihn zu?

Als Chef der VfB Stuttgart 1893 AG trägt Hitzlsperger die Hauptverantwortung für den gesamten Profi-Bereich des Zweitligisten. Er ist der Kopf des VfB für wirtschaftliche, personelle und vor allem sportliche Belange. "Ich werde vielleicht eine Stunde oder zwei am Tag mehr arbeiten müssen", sagte er bei seiner Vorstellung. Aber er sei jung und gesund. Die VfB-Fans werden ihn vor allem am sportlichen Erfolg messen. Direkter Wiederaufstieg ist das Minimal-Ziel. Anschließend soll er helfen, den VfB Stuttgart wieder dauerhaft in der Bundesliga zu etablieren. Als Vorstandsvorsitzender und Sportvorstand in einer Person ist und bleibt Hitzlsperger auch der Vorgesetzte von Sportdirektor Sven Mislintat und Cheftrainer Tim Walter.

Dauer

Hitzslperger sucht weiter nach einen zweiten Investor

Darüber hinaus will sich der VfB Stuttgart auch wirtschaftlich breiter aufstellen und ist noch auf der Suche nach einem weiteren Investor. Der zurückgetretene Präsident Wolfgang Dietrich war ein erfahrener Unternehmer und hatte aufgrund seiner Arbeit bei Quattrex oder dem Bahnprojekt Stuttgart 21 ein großes Netzwerk. Als früherer Fußball-Profi wird Hitzlsperger wohl keine so guten Kontakte in die Wirtschaft haben wie sein Vorgänger. In diesem Bereich ist er ein Neuling.

Allerdings sitzen im Aufsichtsrat mehrere Topmanager von Wirtschaftsunternehmen, die entsprechende Kontakte haben. Und Hitzlsperger gab sich diesbezüglich offen: "Was ich noch nicht weiß, möchte ich erlernen", sagte er vergangene Woche.

Sinken nun Buchwalds Chancen als Vereinspräsident?

Da in Hitzlsperger nun ein Ex-Profi die AG leitet, wird der Verein beim Amt des Präsidenten möglicherweise nicht auf einen weiteren früheren Fußballer setzen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass stattdessen eher ein Jurist oder ein Wirtschaftsvertreter infrage kommen könnte. Damit würden die Chancen von Weltmeister Guido Buchwald sinken. Buchwald selbst sieht seine Chancen allerdings durch die Beförderung von Hitzlsperger nicht gemindert. "Ich habe auch Erfahrung und Kompetenz als Unternehmer", sagte Buchwald der "Bild".

REDAKTION
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