Bei Derby des VfB Stuttgart gegen den Karlsruher SC, ging es vor rund zweieinhalb Jahren nicht nur auf dem Spielfeld heiss her. (Foto: Imago, imago)

Fußball | 2. Bundesliga VfB gegen KSC: Polizei hofft auf ein friedliches Derby

Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) empfängt der VfB Stuttgart den Karlsruher SC zum prestigeträchtigen Derby. Nicht nur die beiden Zweitligisten werden gut vorbereitet in diese Partie gehen.

Thomas Berger ist Vizepräsident der Polizei Stuttgart und der Einsatzleiter beim Prestige-Derby VfB Stuttgart gegen den Karlsruher SC. Die Grundlage für einen reibungslosen Ablauf des Spiels war für den 49-Jährigen die Arbeit des Netzwerkes Stadionallianzen (VfB und KSC, Polizei, Kommunalbehörden, VVS, Feuerwehr Stuttgart, DB Regio): "Wir versuchen viel miteinander zu kommunizieren, um so dicht wie möglich an die wahre Lage zu kommen und der passen wir auch dann die Kräfte an." Seit Anfang August hat sich das Netzwerk insgesamt 24 mal getroffen.

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Die Lehren aus dem letzten Derby

Beim letzten Aufeinandertreffen in der Stuttgarter Arena vor rund zweieinhalb Jahren hatte das Sicherheitskonzept noch deutlich Luft nach oben. Aus dem Block des KSC flog Pyrotechnik auf das Spielfeld und auch in die benachbarten Ränge. Das Netzwerk Stadionallianzen hat seine Lehren aus diesem 9. April 2017 gezogen und die Strategie angepasst. Deshalb können die Polizeikräfte, von damals rund 1.000 Beamten, auf etwa 500 bis 700 reduziert werden. Zum Vergleich: Bei "normalen" Spielen sind etwa 100 Beamte im Einsatz. "Es sind Teile der Fanszene, auf die können wir uns nicht verlassen. Aber sie können sich darauf verlassen, dass wir uns auf sie konzentrieren," betont Thomas Berger.

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Etwa 4.000 KSC-Fans erwartet

Das Stadion wird bereits zwei Stunden vor dem Anpfiff geöffnet sein. An den Gastverein Karlsruher SC gingen etwa 4.000 Karten. Rund um den KSC-Block wird es auf der Tribüne Puffer-Bereiche geben. Deswegen wird die Stadionkapazität auch um circa 2.000 Personen verringert sein. Im Stadion wird kein Alkohol ausgeschenkt werden. Die Zuschauer sollten größere Taschen und Rucksäcke zuhause lassen. Überraschenderweise liegt auf der strikten Trennung der beiden Fanlager nicht das Hauptaugenmerk der Sicherheitskräfte: "Nein, das versuchen wir nicht. Was uns viel wichtiger war, ist nach Karlsruhe zu kommunizieren, was nicht geht," erklärt Einsatzleiter Thomas Berger.

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Wenn sich Thomas Berger einen optimalen Derby-Sonntag wünschen könnte, dann sähe er natürlich so aus: "Wenn alle hier aus dieser Stadt fahren und unverletzt zu ihren Familien nach Hause gehen, es zu einem fairen Ergebnis kommt und das Fußballspiel so ausgeht, dass der Fußball im Mittelpunkt gestanden ist und nicht wir."

REDAKTION
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