Alexander Wehrle vom VfB Stuttgart (Foto: IMAGO, Imago Images / Eibner)

Fußball | Bundesliga

VfB-Boss Wehrle über sein Jubiläum: "Momentaufnahme überlagert alles"

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Vor exakt einem Jahr ist Alexander Wehrle zum VfB zurückgekehrt. Die sportliche Lage ist unverändert, Schlusslicht Stuttgart befindet sich in Abstiegsnot. Im Hintergrund hat sich aber einiges getan.

Die sportliche Situation des stark abstiegsgefährdeten Bundesligisten VfB Stuttgart lässt das Dienstjubiläum des Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle in den Hintergrund rücken. "Die aktuelle Momentaufnahme überlagert alles", sagte der 48-Jährige. Er trat vor exakt einem Jahr die Nachfolge von Thomas Hitzlsperger an und übernahm damals früher als ursprünglich geplant. 

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Wehrle: Unruhe durch Matarazzo-Aus

Schon zu diesem Zeitpunkt steckte der VfB im Abstiegskampf. Der Klub konnte sich aber in der Nachspielzeit des letzten Spieltags retten. "Ich hatte mir gewünscht, dass wir das Momentum aus dem Saisonfinale 2022 mitnehmen können", sagte Wehrle. "In der neuen Saison konnten wir die Kontinuität nicht wahren." 

Pellegrino Matarazzo wurde von seinen Aufgaben als Trainer entbunden. "Dadurch entstand zum ersten Mal Unruhe", sagte Wehrle, der nun in der Länderspielpause gemeinsam mit seinen Beratern Sami Khedira und Philipp Lahm sowie Sportdirektor Fabian Wohlgemuth und Trainer Bruno Labbadia "Maßnahmen ergreifen" möchte, um den drohenden Abstieg des aktuellen Schlusslichts zu verhindern.

Wehrle handelt immer "im Sinne des Klubs"

Wehrle ist neben der sportlichen Entwicklung auch die strategische Ausrichtung der Stuttgarter wichtig. Dahingehend sei seit seiner Rückkehr einiges passiert, sagte er. "Es geht darum, dem VfB eine strategische Orientierung zu geben. Bei Themen wie Internationalisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind wir auf dem Weg, bei der Vermarktung stabilisieren wir uns dank der Kooperation mit Sportfive, die Infrastruktur heben wir mit dem Bau einer Athletikhalle endlich auf Bundesliga-Niveau", sagte Wehrle.

Er beteuerte: "Zur sportlichen Lage trägt jeder seinen Teil bei. Ich handele immer im Sinne des Klubs, nicht im Sinne einzelner Personen."

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SWR