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Die Situation auf dem Transfermarkt ist bislang ruhig. SWR-Redakteurin Julia Metzner hat analysiert, was beim Südwest-Trio aus der Bundesliga gerade läuft.

VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart hat den Verpflichtungen von Torhüter Gregor Kobel (war zuletzt von der TSG Hoffenheim ausgeliehen, die aktuell keine Aktivitäten auf dem Transfermarkt plant) und Defensiv-Allrounder Waldemar Anton sein Transferlimit eigentlich schon erreicht.

Um noch einmal nachlegen zu können, müsste Sportdirektor Sven Mislintat einen Abnehmer für den wechselwilligen Angreifer Nicolas Gonzalez finden. Laut Mislintat ist neben Interessenten aus dem Ausland auch ein Bundesligist an dem 22-jährigen Argentinier dran. Im Interview mit Sport1 deutete Sven Mislintat am Sonntag an, dass es sich bei dem Bundesligisten um Borussia Dortmund handeln könnte. "Wir haben bisher kein konkretes Zeichen aus Dortmund bekommen", wird der 47-Jährige zitiert. "Wenn sie sich mit der richtigen Einstiegssumme melden, dann setzen wir uns an einen Tisch."

SC Freiburg

Auch in Freiburg steckt man in der Warteschleife. Torhüter Alexander Schwolow wird schon seit vielen Wochen mit dem FC Schalke 04 in Verbindung gebracht. Ein Wechsel kam bislang aber nicht zustande. Sollte Schwolow doch bleiben, wird sich wohl sein Vertreter Mark Flekken nach einem neuen Verein umschauen.

Begehrt sind auch weiterhin Angreifer Luca Waldschmidt und Verteidiger Robin Koch. Das Nationalmannschafts-Duo steht bei einigen Klubs hoch im Kurs, sogar Benfica Lissabon wurde ein Interesse nachgesagt.

Sollten Waldschmidt oder Koch nach Höherem streben, würde Geld frei für weitere Transfers. Schon fix ist die Verpflichtungl von Angreifer Ermedin Demirovic. Der 22-jährige Bosnier lernte einst beim HSV das Kicken und kommt auf Leihbasis vom spanischen Klub Deportivo Alaves. Fest steht indes der Abgang von U21-Nationalspieler Nico Schlotterbeck. Der 20-Jährige schließt sich für eine Saison auf Leihbasis Union Berlin an. Sein Bruder Keven Schlotterbeck kehrt von Berlin nach Freiburg zurück.

FSV Mainz 05

Sportvorstand Rouven Schröder ist auf der Suche nach kreativen Lösungen. Weil das Geld nicht wie in den letzten Jahren zur Verfügung stehe, werde bei Verpflichtungen möglicherweise weniger auf "ein Top-Potenzial" als "noch mehr auf Charakter" geachtet werden.

Charakter, den haben die langjährigen Führungsspieler Daniel Brosinski und Stefan Bell sicherlich. Es darf also durchaus als Zeichen gedeutet werden, dass der Klub die Verträge des Duos unlängst verlängert hat.

Ähnlich wie in Freiburg und Stuttgart wären die 05er auf Einnahmen angewiesen, um selbst noch einmal aktiv zu werden auf dem Transfermarkt. Potenzielle Kandidaten für einen lukrativen Verkauf wären Innenverteidiger Moussa Niakhaté und Angreifer Jean-Philippe Mateta.

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