Fridolin Wagner

Fußball | 3. Liga

Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Waldhof Mannheim gewinnt glücklich gegen 1860 München

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PS/SWR

Der SV Waldhof Mannheim hat sein Heimspiel am Mittwochabend zum Rückrundenstart vor Weihnachten gegen 1860 München gewonnen. Damit verlassen die Kurpfälzer die Abstiegsplätze.

Vor 10.680 Zuschauern ging der SV Waldhof Mannheim in der 68. Spielminute durch einen Handelfmeter von Bentley Baxter Bahn in Führung. 1860 München zeigte sich über die gesamte Strecke der Partie zwar gefährlicher, am Ende siegten die Mannheimer jedoch mit 1:0. Damit startet der SV Waldhof Mannheim mit einem Sieg in die Rückrunde.

Nur vier Tage nach dem wichtigen Befreiungsschlag gegen Erzgebirge Aue schickte Waldhof Mannheims Trainer Rüdiger Rehm dieselbe Startelf auf den Platz. Der Rückenwind aus dem 3:0-Heimerfolg sollte die Mannheimer zum nächsten wichtigen Dreier tragen. Die ersten Minuten begannen jedoch eher zerfahren. Fehlpässe und Missverständnisse auf beiden Seiten prägten die Partie. Die erste Chance gehörte den Gastgebern aus Mannheim: Nach einem Doppelpass mit Kelvin Arase scheiterte Laurent Jans jedoch am Münchner Schlussmann David Richter. Die Mannheimer erschienen daraufhin etwas aktiver, ohne jedoch zu guten Abschlüssen zu kommen.

Es dauerte bis zur 23. Spielminute, ehe erstmals wieder Torgefahr aufkam. 1860-Mittelfeldmann Manfred Starke schoss aus etwa elf Metern jedoch mitten in die Arme von Mannheim-Keeper Lucien Hawryluk. In der Folge hatten die Gäste aus München mehrfach die Führung auf dem Fuß, doch Hawryluk parierte glänzend gegen Starke (26.) und Albion Vrenezi (29.). Auch in der 34. Spielminute konnten sich die Waldhöfer bei ihrem Torwart bedanken - einen Kopfball von Jesper Verlaat lenkte Hawryluk mit einem starken Reflex an die Latte. Der zurückspringende Ball landete abermals bei Verlaat, dessen Flugkopfball hielt Hawryluk auf der Linie fest. So endete die erste Halbzeit glücklich für den SV Waldhof Mannheim mit 0:0.

1860 München auch nach der Pause besser

Die Gäste von 1860 München kamen nach der Halbzeitpause besser aus der Kabine. In der 59. Minute hatte Mannheim Glück, dass Schiedsrichter Konrad Oldhafer nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Waldhof-Verteidiger Jans war der Ball an den Arm gesprungen. Nur vier Minuten später entschied der Referee dann doch auf Handelfmeter - allerdings auf der anderen Seite. Ein Kopfball von Kennedy Okpala hatte Kilian Ludewig von hinten am Arm getroffen. Eine harte Entscheidung, vor allem mit Blick auf die Szene im Waldhof-Strafraum wenige Minuten zuvor. Die Fans von 1860 München quittierten die Entscheidung mit dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern auf den Rängen, Konrad Oldhafer unterbrach die Partie daraufhin für einige Minuten.

Rund fünf Minuten nach dem Elfmeterpfiff konnte weitergespielt werden, Mannheims Bentley Baxter Bahn verwandelte den Strafstoß mit viel Fortune zum 1:0. Richter hatte die richtige Ecke geahnt, konnte den Ball aber nicht entscheidend ablenken. Waldhof Mannheim war plötzlich in Führung - dem Spielverlauf entsprach das nicht.

Glück nutzt Ausgleichschance nicht

In den Schlussminuten stemmten sich die 60er zwar gegen die Niederlage und hätten in der 89. Minute durch Michael Glück zum Ausgleich kommen können, der Österreicher verfehlte das Waldhof-Tor jedoch knapp. So siegte der SV Waldhof Mannheim am Ende einigermaßen glücklich mit 1:0. Mannheim verlässt damit über Weihnachten die Abstiegsränge und steht nach dem erfolgreichen Rückrundenstart punktgleich mit dem Tabellen-15. TSV 1860 München auf dem 16. Tabellenrang. Die Münchner haben allerdings ein Spiel weniger gespielt. Nach der Winterpause trifft Mannheim am 20. Januar auf den VfB Lübeck (14 Uhr), 1860 München empfängt zuhause den MSV Duisburg (16:30 Uhr).

SC Freiburg II verliert gegen MSV Duisburg

Der SC Freiburg II hat seinen Auswärtsauftritt gegen den MSV Duisburg verloren. Die Freiburger unterlagen im Kellerduell durch Tore von Sebastian Mai (9.), Doppelpacker Niklas Kölle (12./45.+2) und Marvin Knoll (70.) mit 2:4 (1:3). Für den Tabellenletzten aus dem Breisgau trafen Yann Sturm (44.) und Hamadi Al Ghaddioui (63.), Berkay Yilmaz sah nach einer Notbremse (68.) Rot.

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