STAND
REDAKTEUR/IN

Waldhof Mannheim verschafft sich mit einem 3:2 (3:1) gegen den VfB Lübeck Luft im Kampf um den Klassenerhalt. Mit einer leidenschaftlichen Leistung gewinnt der Waldhof und hilft sogar dem 1. FC Kaiserslautern.

Waldhof-Trainer Patrick Glöckner änderte seine Startelf gegenüber dem Spiel in Duisburg auf zwei Positionen. Für Ferati und Boyamba begannen Donkor und Jastrzembski. Die seit fünf Spielen ungeschlagenen Lübecker (vier Unentschieden, ein Sieg) hatten die Möglichkeit im Falle eines Sieges bis auf einen Punkt an das rettende Ufer heranzurücken. Und die Gäste aus Schleswig-Holstein begannen stark und gingen bereits in der sechsten Minute durch einen Schuss von Zehir in Führung, der aus der Distanz unbedrängt zum Abschluss zuerst nur den Pfosten traf, ehe der Ball vom Hinterkopf von Waldhof-Torhüter Königsmann ins Tor prallte.

Ein frühes Tor

Die Gäste aus Lübeck waren in den ersten 15 Minuten die bessere Mannschaft, spielten mutig und störten den Waldhof früh im Spielaufbau, der vom frühen Führungstor noch geschockt wirkte und die letzten fünf Spiele nach 1:0 Rückstand nicht mehr gewinnen konnte.

Das zwei Minuten-Comeback

Doch die Mannschaft von Patrick Glöckner arbeitete sich ins Spiel und belohnte sich in der 18. Minute. Jastrzembskis Flanke fand erst keinen Abnehmer, ehe Marx den Ball von der anderen Seite hereingab und Martinovic sehenswert per Hackentrick zum Ausgleich traf. Davon angespornt legten die Hausherren postwendend nach. In der 19. Minute traf Jastrzembskis sehenswert. Die Leihgabe von Hertha BSC leitete den Führungstreffer durch einen Doppelpass mit Martinovic selbst ein, traf nach einem kurzen Dribbling gegen die Abwehr des VfB und drehte innerhalb von zwei Minuten die gesamte Partie.

Lübecks Trainer Landerl reagierte und tauschte Tor-Vorbereiter Ramaj für Chana aus, wodurch Rechtsverteidiger Thiel auf die linke offensive Seite wechselte. Die Lübecker wehrten sich und trugen ihren Teil zu einem intensiv geführten Duell im Carl-Benz-Stadion bei. Trotz des Rückstands machten es die Gäste nicht schlecht, störten die Mannheimer weiterhin früh, leisteten sich aber zu viele Abspielfehler nach Ballgewinn oder im eigenen Spielaufbau.

Spielentscheidender Handelfmeter

In der 44. Minute kam es dann zu einer vielleicht spielentscheidenden Szene als Mittelfeldspieler Boland der Ball im eigenen Sechszehner an den Oberarm sprang. Schiedsrichter Eric Müller aus Bremen hatte keine andere Möglichkeit, als auf den Punkt zu zeigen. Der starke Martinovic blieb eiskalt und erhöhte kurz vor der Pause auf 3:1.

Umkämpfte zweite Halbzeit

In der zweiten Halbzeit überließen die Mannheimer den Lübeckern vermehrt das Feld und setzten auf gefährliche Konter. So konnten sich die Holsteiner bei ihrem Torhüter Raeder bedanken, der nach einem Drehschuss von Martinovic mit einem Weltklasse-Reflex auf der Linie seine Mannschaft vor einem höheren Rückstand bewahrte.

Die Gäste aus Norddeutschland kamen selbst immer wieder zu Möglichkeiten, blieben aber im Abschluss noch zu ungenau. In der 69. Minute muss der Mannheimer Aktivposten Jastrzembski nach einem Zweikampf aufgrund eines Pferdekusses verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Boyamba ins Spiel.

Eine hitzige Schlussphase

Die Schlussviertelstunde wurde noch einmal spannend. Lübeck kam immer besser ins Spiel und drängte die Heimmannschaft in den eigenen Sechszehner, die sich immer seltener befreien konnten. In der 83. Minute nach einer Ecke von Torschütze Zehir war es Malone der per Kopf zum 3:2 verkürzte. Mannheim hatte seinerseits noch die Möglichkeit die herbeizuführen, doch Boyamba scheiterte alleine vor dem Torwart mit seinem Lupfer am Innenpfosten.

Am Ende steht somit ein knapper 3:2-Sieg für den SV Waldhof Mannheim, über den man sich auch in Kaiserslautern freuen wird. Mit der Niederlage gegen Mannheim hat Lübeck als 19. der Tabelle weiterhin vier Punkte Rückstand auf den 1. FC Kaiserslautern.

Kaiserslautern

Fußball | 3. Liga "Wir leben noch": FCK bejubelt Derbysieg - aber nachlassen verboten

Nach dem wichtigen 2:1-Derbysieg gegen den 1. FC Saarbrücken ist der 1. FC Kaiserslautern vier Spiele in Folge in der 3. Liga ungeschlagen. Die Roten Teufel stehen nur noch wegen des schlechten Torverhältnisses auf einem Abstiegsrang und dürfen optimistisch in den Saison-Endspurt gehen.  mehr...

FCK Torwarttrainer Sven Höh: "Es gibt schlimmeres als Gerry Ehrmann als Vorgänger zu haben"

Im Februar 2020 ist Torwarttrainer Sven Höh beim 1. FC Kaiserslautern zu den Profis aufgerückt. Im SWR Sport Podcast "Nur der FCK" spricht er über Abstiegskampf und Trainingsformen, aber auch über seinen Vorgänger.  mehr...

Mainz

Corona | Öffnungen in RLP Leichte Lockerungen für den Sport in Rheinland-Pfalz

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, hat auf einer Pressekonferenz unter anderem auch leichte Lockerungen für den Sport angekündigt.  mehr...

STAND
REDAKTEUR/IN