Eckfahne Waldhof Mannheim (Foto: imago images, IMAGO / Picture Point)

Fußball | 3. Liga

Verheimlichter positiver Corona-Test beim SV Waldhof Mannheim?

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Ein verheimlichter Corona-Test soll der Grund für die Freistellung des sportlichen Leiters des SV Waldhof Mannheim Jochen Kientz gewesen sein.

Kientz soll einen Mitarbeiter angewiesen haben, einen positiven Test nicht an die Geschäftsleitung zu melden. Das berichtet Waldhof-Präsident Bernd Beetz in einem Fan-Talk im Youtube-Kanal des Vereins.

Mitarbeiter wendete sich an Geschäftsleitung

Den Ausführungen von Bernd Beetz zufolge soll der Mitarbeiter dem Druck allerdings nicht standgehalten haben und wenige Tage später die Geschäftsleitung informiert haben. Der Aufsichtsrat habe dann keine andere Wahl gehabt, als Kientz freizustellen. Außerdem habe man umgehend den DFB und das Gesundheitsamt informiert. Ob dieser angeblich verschwiegene Test Auslöser eines Corona-Ausbruchs beim Waldhof Mitte Oktober war, ist unklar.

Unklare Faktenlage

Kientz selbst verwies auf Nachfrage von SWR Sport an seinen Anwalt Christoph Schickhardt. Gegenüber SWR Sport bat Schickhardt um Geduld und verwies auf eine noch anstehende gründliche Prüfung und Ermittlung der neuen Fakten. Gegenüber der "Rheinpfalz" sprach der Jurist am Mittwoch von einem "groben Verstoß gegen arbeitsrechtliche Richtlinien", dass der Verein über Beetz an die Öffentlichkeit gegangen sei: "Der Verein wird den Reputationsschaden, den Herr Kientz dadurch erlitten hat, zu ersetzen haben", so Schickhardt.

Schickhardt betonte gegenüber SWR Sport auch, dass eine erste Prüfung der bis dahin vorliegenden Fakten - also vor den öffentlichen Aussagen und Anschuldigungen von SVW-Präsident Beetz - darauf hingedeutet habe, dass sich die Dinge genau gegensätzlich zur Darstellung des SV Waldhof gezeigt hätten.

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