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Fußball | 3. Liga Waldhof Mannheim: Friede, Freude, Fokus

Mannheim, Seppl-Herberger-Sportanlage, Sonnenschein bei 24 Grad: Der SV Waldhof Mannheim befindet sich in der Vorbereitung zur kommenden Drittliga-Saison auf der Zielgeraden bei besten Außenbedingungen und bester Stimmung.

Neben aller Konzentration im Training lässt sich von der Seitenlinie beobachten, dass der Spaß nicht zu kurz kommen darf: Kombinierte Laufübungen mit Schere, Stein, Papier stehen an, neckische Sprüche und grinsende Gesichter hört und sieht man von außen. Dabei ist Waldhofs Coach Bernhard Trares eine andere Stimmung von seinen Jungs gar nicht gewöhnt: 

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"Zum größten Teil liegt es an den Jungs, wie sie das Training annehmen und umsetzen. Die Gesamtstimmung ist hervorragend, wir haben ein tolles Arbeitsklima, aber auch einen guten Konkurrenzkampf. Das sind die wichtigsten Kriterien, um die Stimmung in der Mannschaft über das Jahr zu halten", so der 53-jährige Aufstiegs-Trainer.

Ausgewogene Spaß-Ernst-Balance

"Ich fühle mich ganz gut. Eine gewisse Müdigkeit von den anstrengenden Wochen ist bei jedem da", meint Verteidiger Marcel Seegert nach dem Training. Übelnehmen kann ihnen das keiner, da drei Wochen intensives Training eben Spuren im Körper hinterlassen. Ein Faktor für eine gedrückte Stimmung? Nicht beim SV Waldhof Mannheim.

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“Der Trainer findet immer einen guten Mix zwischen Ernsthaftigkeit und Witz. Wir haben in der Kabine eine super Stimmung. Jeder reißt mal einen Witz, aber wir wissen auch, dass wir abliefern müssen, wenn es dann ernst wird”, so der 25-jährige Kurpfälzer.

Marcel Seegert: Heimat ist viel, aber nicht alles

Seegert ist ein echter "Monnemer Bub". Man könnte es auf die Fügung des Schicksals schieben, dass er ausgerechnet im Januar 2019 – zur heißen Phase der Saison – nach anderthalb Jahren beim Zweitligisten SV Sandhausen wieder zurück zum Heimatverein wechselte und schon wenige Monate später den direkten Aufstieg von der Regionalliga in die 3. Liga mitfeiern konnte. In der Jugend kickte er für Hoffenheim und Mainz. Alles Vereine, die gut von der Heimat zu erreichen sind. Absicht? 

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"Ich habe hier mein komplettes Umfeld, alles ist perfekt für mich. Als ich den Schritt nach Sandhausen gegangen bin, wäre ich bei Gelegenheit auch weiter weggegangen. Damals war es aber der logische Schritt. Es muss nicht zwingend die Region sein, aber der Waldhof passt und deswegen ist es hier für mich perfekt." Es passt außerdem noch für die Fans, die sich am Jahresanfang über Seegerts Rückkehr freuten. 

Neuzugang Ferati: Ankommen, trainieren, umziehen 

In einer neuen Umgebung zurechtfinden muss sich nun die jüngste Mannheimer Neuverpflichtung - der 21-jährige Arianit "Ari" Ferati. Der gebürtige Stuttgarter wechselt vom Regionalliga-Team des Hamburger SV in das über 500 Kilometer entfernte Mannheim. 

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Sportlich und organisatorisch warten auf Ferati neue Herausforderungen, denn irgendwann muss auch ein Fußballprofi noch umziehen: "Ich musste alles schnell packen und herfahren. Vorerst bin ich im Hotel und in der Zeit suche ich dann eine Wohnung", so Ferati. Davor gilt es erst seinen neuen Trainer zu überzeugen: "Ich erhoffe mir von ihm eine gute Trainingseinstellung, dass er sich stimmungstechnisch in die Mannschaft einbringt und dass er dann seine fußballerischen Qualitäten auch besser umsetzen kann", sagt Trainer Trares erwartungsvoll über seinen neuen Spieler.

An der Stimmungslage sollte die kommende Saison in der dritten Liga jedenfalls nicht scheitern, die ist nämlich "Champions-League-reif".

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