Waldhofs Erfolgsteam (Foto: Imago, imago images / Sportsword)

Fußball | 3. Liga SV Waldhof: Traumstart mit Macken

Als einziges Team ist der SV Waldhof in der 3. Liga noch ohne Niederlage und steht nach sieben Spieltagen auf Platz sechs. Ein super Saisonstart für den Aufsteiger!

Bernhard Trares hat gerne mal den Fuß auf der Bremse. Zu viel Euphorie und dann noch so früh, das mag der Waldhof-Trainer gar nicht. Seine Antwort auf die Frage nach den Gründen für diesen Saisonstart, typisch Trares: "Wenn du nach drei Unentschieden in Folge das vierte verlierst, dann hast du vier Mal nicht gewonnen. So haben wir vier Mal nicht verloren", sagts und lächelt verschmitzt. Das seine Mannschaft als Aufsteiger aber als einziges Team in der 3. Liga noch nicht verloren hat, ist Fakt. Also muss Trares doch erklären: "Wir sind einfach eine ganz gute Gruppe, die für das Ergebnis Fußball spielt und für ihren Spielstil steht." Denn die Waldhöfer verstecken sich auch in der höheren Liga nicht. Suchen den Erfolg wie im Aufstiegsjahr mit schnellem Umschaltspiel und attraktivem Offensivfußball. Das Ergebnis: vier Unentschieden und drei Siege. Und vorallem eben: keine Niederlage.

Dauer

Trares: "Priorität ist Ligaerhalt!"

Nach 16 langen Jahren Profi-Fußball-Abstinenz strahlt der SV Waldhof auch eine unglaubliche Gemeinschaft aus. Nicht nur auf dem Platz, so erlebt es auch Trares: "Das ist ein unglaubliches Miteinander mit den Fans. Man hat sich das zusammen erarbeitet, das ist schon besonders hier!" Aber auch hier will Trares nicht zu sehr vom Eigentlichen abschweifen: "Wir arbeiten jeden Tag hart und fokussiert, denn die Priorität ist der Ligaerhalt!"

Verletzungssorgen und Störgeräusche

Überschattet worden ist der erfolgreiche Saisonstart aber von zwei schweren Verletzungen: Torwart Markus Scholz fällt mit Kreuzbandriss aus. Optimisten hoffen auf seine Rückkehr zur Vorbereitung auf die Rückrunde. Noch dazu fehlt Stürmer Valmir Sulejmani - Stand jetzt - bis zu drei Monate. Er zog sich beim Derby in Kaiserslautern einen Riss des vorderen Syndesmosebands am linken Sprunggelenk zu. Mit seinen vier Treffern ist er Toptorjäger der Waldhöfer. "Das ist bitter, da müssen wir die Kaderstruktur überprüfen, ob das so für die Saison reicht", sagt Trares nachdenklich.

Es ist ein Thema, das ihn sichtlich mehr beschäftigt, als die Querelen im Hintergrund. Birgit Loewer-Hirsch und Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Hans Kneller hatten das Präsidium verlassen, mit Michelle d'Ancona ist die Handlungsfähigkeit wieder hergestellt worden. "Es ist immer schade, wenn es Unruhe im Hintergrund gibt", reagiert Trares ziemlich diplomatisch, gibt aber auch ohne Umschweife zu: "Wir regeln die Dinge, die wir beeinflussen können. Das ist das Sportliche. Das andere schieben wir ein Stück weg". Bisher klappt das ziemlich gut.

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