Waldhof-Mannheim-Antreiber Max Christiansen blickt in Mannheim auf den Rhein (Foto: SWR)

Fußball | 3. Liga Gesichter der Liga: Waldhofs Max Christiansen

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Mit dem Blick aufs Wasser ist Max Christiansen aufgewachsen. In Flensburg geboren, in Kiel das Fußballspielen gelernt und bei Hansa Rostock die weiteren Schritte gemacht. Nun also Mannheim, die See ist weit aber der Blick auf Rhein und Neckar hat auch was, findet Christiansen.

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"Es ist super am Meer zu leben, der Blick aufs Meer ist immer etwas Besonderes", sagt Christiansen. Das Meer fehlt ihm obwohl er Mannheim auch mag. "Es ist einfach eine sehr schöne Stadt, ich habe hier schon sehr viele Leute kennen gelernt und kannte auch schon viele Leute. Deshalb war es viel einfacher für mich, mich hier wohl zu fühlen."

Max Christiansen ist groß gewachsen. Der zentrale Mittelfeldspieler galt einst als einer der talentiertesten Jugendspieler seiner Generation. Er durchlief alle Nachwuchsmannschaften und nahm 2016 an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teil. Zu seinen schönsten Kindheitserlebnissen zählt das U-19 Finale mit Hansa Rostock gegen Wolfsburg. "Es war vor 18.500 Zuschauern in Rostock, das war ein Erlebnis, das ich vorher nicht hatte."

In Rostock trainierte er in der Jugend unter Roland Kroos, dem Vater von Nationalspieler Toni Kroos. Er hat seine Entwicklung entscheidend geprägt. "Er hat mich echt extrem gefördert. Ich bin dankbar dafür, dass er mein Trainer war." Sagt Christiansen. Kontakt zu Toni Kroos gab es allerdings nicht.

Der Wechsel nach Mannheim - ein Rückschritt?

Der Wechsel zu Waldhof Mannheim scheint auf den ersten Blick ein Rückschritt für den 23-Jährigen. Er hat Bundesligaerfahrung mit Ingolstadt, war in der zweiten Liga bei Arminia Bielefeld Leistungsträger. Nun also ein Neuanfang in der Dritten Liga in einer Mannschaft, in der er die gute Stimmung sehr schätzt. Der Rückschritt war nicht einfach. "Natürlich muss man da ein paar Abstriche machen." Er hat lange überlegt aber sich dann klar entschieden. "Manchmal ist es so, dass man einen Schritt zurück gehen muss, um wieder nach vorne zu kommen."

Sein Blick geht aufs Wasser. Unter ihm schiebt sich ein Lastenkahn in die Schleuse Feudenheim. Zur Romantik neigt der sachliche Norddeutsche nicht. Laut und launig mögen andere sein, er gehört zu den Menschen, die sich erst mal still anschauen und beurteilen. Auf dem Platz ist Christiansen durchaus aggressiv, hat sowohl offensiv als auch defensiv Stärken. Der kühle Blonde aus dem hohen Norden richtet den Blick nicht zurück ans Meer sondern nach vorne und darauf, mit dem Waldhof eine gute Saison zu spielen.

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