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Der SV Sandhausen ist in der zweiten Runde des DFB-Pokal am VfL Wolfsburg gescheitert. Sandhausen musste sich mit 0:4 (0:3) geschlagen geben.

In der zweiten Runde des DFB-Pokals ist Fußball-Zweitligist SV Sandhausen an Bundesligist VfL Wolfsburg gescheitert und verlor mit 0:4 (0:3). Ein Spiel mit einigen Ausfällen. Die von Corona-geplagten Wolfsburger mussten kurzfristig auf Maxence Lacroix verzichten, da er positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Sandhausen musste sogar auf seinen Kapitän Dennis Diekmeier verzichten. Er verletzte sich am Mittwochabend beim Warmmachen und konnte deshalb nicht auflaufen, dafür rückte Robin Scheu in die Startelf.

Bereits vor der Partie warnte SVS-Trainer Michael Schiele vor Wolfsburg: "Natürlich treffen wir auf einen Top-Gegner, der eine brutale Physis hat", sagte der Coach auf einer Pressekonferenz am vergangenen Dienstag. Besonders ins Schwärmen geriet Schiele über den Top-Torjäger der Wolfsburger, Wout Weghorst: "Groß, torgefährlich, er läuft an, gibt nie auf. Das kannst du nur im Kollektiv auffangen."

Wolfsburg mühelos gegen Sandhausen

Dieser Plan ging jedoch nicht ganz auf. Die Niedersachsen besiegten den Zweitliga-16. mühelos mit 4:0 (3:0), schon nach 45 Minuten war die Entscheidung zugunsten des Fußball-Bundesligisten gefallen. Mit einem abgefälschten Schuss in der 27. Minute eröffnete Yannick Gerhardt den Torreigen. Drei Minuten später war Wout Weghorst per Kopfball erfolgreich. Joao Victor (41.) überwand Sandhausens Torhüter Rick Wulle ein drittes Mal. Für den Endstand sorgte Weghorst (90.+1).

Dabei befinden sich aktuell sieben Akteure des Bundesliga-Vierten in Quarantäne, noch eine Stunde vor dem Anpfiff gesellte sich der französische Abwehrspieler Maxence Lacroix nach einem "schwach positiven Befund" hinzu. Doch gegen die überforderten Gäste fiel diese personelle Schwächung überhaupt nicht ins Gewicht. Von der ersten Minute an gaben die Norddeutschen in der leeren Volkswagen-Arena den Ton an. Schon vor dem ersten Tor hatte Wulle seine Teamkollegen gleich dreimal vor einem noch früheren Rückstand bewahrt.

Sandhausen stand permanent unter Druck

Vergeblich versuchte Gästetrainer Michael Schiele, seine Schützlinge zu mehr Mut in der Offensive aufzufordern. Wolfsburg war in allen Belangen das überlegene Team, VfL-Torwart Koen Casteels musste in der ersten Halbzeit keinen einzigen Schuss abwehren. Nach dem Seitenwechsel steckten die Gastgeber ungeachtet des klaren Vorsprungs nicht zurück und dominierten weiterhin das Spielgeschehen, nur zu klaren Torchancen kam es in dieser Phase nicht. Sandhausen stand aber permanent unter Druck, Entlastungsaktionen fanden weiterhin nicht statt.

Und so sah VfL-Coach Oliver Glasner auch nach einer Stunde noch keinen Grund zu personellen Änderungen. Die Auswahl des Österreichers war auch begrenzt: Zum Auffüllen des Kaders saßen zwei Akteure aus der U23-Mannschaft auf der Bank. Immerhin: In der 64. Minute erkämpften sich die Gäste nach dem ersten sehenswerten Konter nach Wiederbeginn den ersten Eckball - dieser brachte ihnen aber auch nichts. Der starke Wulle verhinderte danach weitere Wolfsburger Treffer - bis Weghorst erneut traf.

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