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Der SV Sandhausen startet am Samstag (13:00 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Darmstadt 98 in die neue Zweitliga-Saison. Eine großes Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Torjäger Kevin Behrens.

Uwe Koschinat gerät ins Schwärmen, wenn er über seinen Torjäger spricht: "Kevin Behrens ist ein ganz, ganz wichtiger Spieler für uns", so der Trainer des SV Sandhausen vor dem Zweitliga-Start gegen Darmstadt 98, "er hat eine sensationelle letzte Runde gespielt und viel Selbstvertrauen daraus mitgenommen".

Der Einsatz von Behrens entscheidet sich erst kurzfristig

Schade nur, dass der 14-fache Torschütze der vergangenen Saison wohl auch am Samstag gegen die Hessen nicht im gegnerischen Strafraum wüten kann, nachdem er zuletzt schon im DFB-Pokal beim TSV Steinbach Haiger ausgefallen war. Die Aussichten für das Wochenende sind nicht gut, Behrens (29) plagt sich noch immer mit einer hartnäckigen Muskelverletzung im Oberschenkel: "Kevin konnte auch diese Woche noch nicht mit der Mannschaft trainieren", so Koschinat gegenüber SWR Sport.

Nach einer individuellen Übungseinheit am Freitag wird sich wohl erst am Samstag kurzfristig entscheiden, ob der kräftige und kopfballstarke Goalgetter eine Kader-Option sein kann. Ein Startelf-Kandidat ist der gebürtige Bremer aber in keinem Fall. Vielleicht kann Kevin Behrens dem SVS wenigstens einige Minuten als Joker helfen.

Sandhausen muss mehr Tore schießen

Das würde dem SV Sandhausen gut tun, beim DFB-Pokalspiel in Steinbach Haiger war die mangelnde Torausbeute das einzige Manko: "Wir hätten das Spiel deutlich früher entscheiden müssen", so SVS-Coach Koschinat. Trotz des knappen 2:1-Sieges in der ersten DFB-Pokalrunde gegen einen Regionalligisten, zeigte sich Trainer Koschinat aber hochzufrieden mit dem präsenten Auftritt seines Teams: "Wir haben ein wahnsinniges Tempo vorgelegt, dazu einen guten und zielstrebigen Fußball gespielt. Wir haben aus allen Varianten des Fußballs für Torgefahr gesorgt, das waren positive Faktoren."

Alexander Zhirov wieder dabei

Wieder im Kader für das Darmstadt-Spiel steht Abwehr-Hüne Alexander Zhirov. Der Innenverteidiger aus Russland befand sich zuletzt auf der Wunschliste von Liga-Rivale Hannover 96 mit Ex-Trainer Kenan Kocak und kokettierte mit einem Wechsel, erhielt deshalb beim Pokalspiel in Steinbach Haiger eine schöpferische Pause. Jetzt soll Zhirov, der wie Behrens 2019/2020 eine starke Saison spielte, wieder die Defensive stabilisieren. Ein Heim-Dreier wäre so wichtig: "Es ist ganz entscheidend, dass wir punkten und auf eine Welle kommen", beschreibt SVS-Trainer Uwe Koschinat die Bedeutung der Partie, "das wird dann richtungsweisend sein, das beruhigt Mannschaft und Umfeld".

Für die gesamte Saison hat Koschinat ein klares Ziel ausgegeben: "Wir wollen die beste Saison spielen, die der SV Sandhausen je in der 2. Bundesliga gespielt hat. Das bedeutet, wir wollen in die erste Tabellenhälfte und einen Platz der definitiv besser ist als Position 9." Die vergangene Saison hatte der SVS auf dem 10. Tabellenplatz beendet.

Mindestens 460 Zuschauer in Sandhausen

Mit dabei sind gegen Darmstadt 98 auch 460 Fans auf zwei Tribünen. Nach Freigabe der neuen Corona-Landesverordnung wird Sandhausen versuchen, die Zuschauerzahl soweit als möglich aufzustocken. Im zweiten Heimspiel gegen den FC St. Pauli plant der SVS dann in jedem Fall mit 20 Prozent der Gesamt-Kapazität der Arena , das wären in Sandhausen rund 3.000 Zuschauer. Spätestens dann soll auch Kevin Behrens wieder wie gewohnt seine Tore für die Kurpfälzer schießen.

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