SV Sandhausen will Stadion-Neubau (Foto: sv sandhausen)

Fußball | 2. Bundesliga

Sandhausen erhöht den Druck in Sachen Stadion-Neubau

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Der SV Sandhausen will ein neues Stadion bauen und erhöht den Druck auf die Gemeinde - Präsident Jürgen Machmeier bringt sogar einen Umzug nach US-amerikanischem Vorbild ins Spiel.

Präsident Jürgen Machmeier schließt einen Umzug und eine Umbenennung des Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen nicht aus, sollten die Pläne eines Stadion-Neubaus keine Zustimmung im Gemeinderat erhalten. Das erklärte der 61-Jährige am Donnerstagabend bei einer Informationsveranstaltung. "Prinzipiell ist es so, dass der SV Sandhausen in Sandhausen bleiben möchte", sagte Machmeier. "Klar ist aber auch, dass man als Verantwortlicher eines Vereins Alternativen prüfen muss."

Umzug nach US-amerikanischem Vorbild?

Eine Variante sei, den Ort zu verlassen. "Wenn es so kommen sollte, dann hieße der SV Sandhausen aber eben nicht mehr SV Sandhausen", erklärte der Clubboss. Entscheidend sei dann die Gemarkung, auf der das neue Stadion gebaut werden würde. Alternativ könnte die aktuelle Spielstätte auch modernisiert werden, um die Auflagen der Deutschen Fußball Liga zu erfüllen. Machmeier präferiert jedoch einen Neubau auf einer Ackerfläche in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 5. Bis zum 1. April soll eine Entscheidung fallen.

DFL fordert: Stadioninnenraum muss größer werden

Die Deutsche Fußballliga DFL und auch der Deutsche Fußball-Bund fordern schon lange vom SV Sandhausen Veränderungen. Der Stadioninnenraum muss größer werden und ein Stadion für die 2. Liga muss mehr Sitzplätze haben. Der Verein spielt jetzt schon neun Jahre mit einer Ausnahmegenehmigung in der 2. Liga. Zusätzlich will der Verein drei neue Trainingsplätze für ein Nachwuchsleistungszentrum. Die drei neuen Plätze zu bekommen und den Forderungen der DFL zu entsprechen - dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Den Umbau des alten Stadions oder ein Neubau auf der grünen Wiese.

Kosten für einen Neubau: rund 30 Millionen Euro

Der Umbau des alten Stadions würde nach Angaben Machmaiers rund 10 Millionen Euro kosten. Aber die drei neuen Trainingsplätze würden Wald verbrauchen. Dagegen hatte sich eine Bürgerinitiative in Stellung gebracht, ein Runder Tisch hat die Angelegenheit dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten. Es gab am Ende zwei Empfehlungen des Runden Tischs: Den Umbau des alten Stadions oder den Neubau. Machmaier möchte lieber den Stadionneubau für 15.000 Zuschauer, neben den Sandhäuser Höfen an der A5. Der Arbeitsname lautet: Kurpfalz Arena. Die Kosten würden rund 30 Millionen Euro betragen.

Machmaier bezeichnet Stadionneubau als Riesenchance

Die Vermarktungschancen seien gut, sagt Präsident Machmaier, aber die Gemeinde Sandhausen soll helfen, fordert er. Über eine gemeinsame Stadion-Vermietungs GmbH oder über ein langfristiges Darlehen an den SV Sandhausen. Den Stadionneubau bezeichnete er als Riesenchance, die Zukunft des Vereins zu sichern.

Ein zusätzliches Argument für den Neubau: Durch die freiwerdenden Flächen am alten Standort könnte die Gemeinde dort ein neues Wohngebiet ausweisen und damit durch die Flächenvermarktung Gewinnen erzielen. Das Stadion würde auch funktionieren, wenn der SV Sandhausen aus der 2. Liga absteigen sollte. Zurzeit steht die Mannschaft auf dem Relegationsplatz.

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