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Der SV Sandhausen steht zur Winterpause der 2. Bundesliga nach einer guten Hinrunde im Tabellenmittelfeld. Trotz des großen Umbruchs im Sommer wirken die Sandhäuser sehr gefestigt.

So lief die Hinrunde:

Der SV Sandhausen startete mit einem Unentschieden gegen Holstein Kiel in die neue Spielzeit. Nach einer Niederlage am 2. Spieltag konnte mit einem spektakulären 3:2-Heimerfolg gegen Bundesliga-Absteiger Nürnberg der erste Sieg eingefahren werden. Auch die nächsten beiden Partien gewannen die Kurpfälzer und standen zwischenzeitlich auf Platz drei. Allerdings folgte anschließend eine Serie von sieben sieglosen Spielen für Trainer Uwe Koschinat und sein Team. Danach stabilisierten sich die Sandhäuser und verloren keine der letzten sechs Begegnungen. Highlight für den Verein am Hardtwald war der 2:1-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart am 15. Spieltag.

Bei 18 Spielen stechen die neun Unentschieden ins Auge. Trotz Rang neun beträgt der Abstand zu Relegationsplatz 16 nur fünf Punkte. Deshalb sei es aus Sicht von Trainer Uwe Koschinat "fatal, nur nach vorne zu schauen". Aber die Sandhäuser haben laut ihm, eine "stabile erste Phase gespielt".

Wer kommt, wer geht?

Nach einem großen Umbruch im Sommer, als 15 Spieler den Verein verließen und ebenso viele verpflichtet wurden, herrscht in der bisherigen Transferperiode Ruhe beim SVS. Lediglich Mittelfeldspieler Felix Müller wechselt zur SpVgg Unterhaching.

Kategorisch Zugänge ausschließen möchte Uwe Koschinat nicht. Mit der Kaderzusammenstellung ist er "sehr zufrieden". Er legt Wert darauf, dass man nicht in "Aktionismus verfalle, nur um Etwas zu tun", so Koschinat. "Dafür passt es innerhalb der Mannschaft zu gut." Trotzdem stellt der Übungsleiter klar, dass ein Transfer unter gewissen Umständen Sinn ergeben würde: "Wenn wir etwas machen, müssen wir überzeugt sein, dass uns dieser Spieler zum jetztigen Zeitpunkt sofort besser macht." Ansonsten sehe Koschinat keinen Grund, in "diese Gruppe einzugreifen".

Der Trainer:

Seit Oktober 2018 heißt der Trainer beim SV Sandhausen Uwe Koschinat. Nachdem er den Verein in der vergangenen Spielzeit zum Klassenerhalt geführt hatte, gelang es ihm, den SVS im Mittelfeld der Tabelle zu etablieren. Kurz vor Weihnachten verlängerte der 48-Jährige seinen Vertrag um zwei Jahre bis Juni 2022. Dafür gab es nicht nur sportliche Gründe: "Die Verbindung SV Sandhausen und meine private Situation, lassen sich hervorragend gemeinsam managen." Koschinats Familie lebt weiterhin in Köln. Durch den Klassenerhalt in der vergangenen Saison sei zudem "gegenseitiges Vertrauen" entstanden. Ein weiterer Punkt für den gebürtigen Koblenzer war die Auswahl von neuen Spielern im Sommer. Dabei konnte Uwe Koschinat selbst mitbestimmen.

Erwartungen an die Rückrunde:

Aufgrund der Terminierung startete die Rückrunde in der 2. Bundesliga bereits vor der Winterpause, als sich Sandhausen zu Hause mit einem 2:2 von Holstein Kiel trennte. Somit stehen noch 16 Partien aus. In diesen soll es laut Koschinat der Mannschaft gelingen, gegen passivere Gegner "eine höhere Zahl an Tormöglichkeiten herauszuspielen". Weiterhin stehen für den Trainer auch die Standardsituationen im Fokus. Hier sei aufgrund der "Zusammensetzung der Truppe noch viel Potenzial vorhanden". Standardsituationen könnten eine "Domäne" der Sandhäuser werden.

Auch Kapitän Dennis Diekmeier sieht noch Raum für Verbesserungen. Gerade so ein "Loch", bei dem man mehrere Spiele sieglos bleibt, dürfe nicht noch einmal passieren. Der 30-jährige Rechtsverteidiger möchte, dass die Mannschaft "ein bisschen galliger" wird, um "den entscheidenden Treffer" in knappen Partien zu erzielen. Für den ehemaligen Bundesliga-Profi sticht heraus, dass die Sandhäuser "ein Team waren".

Mit diesem Teamgeist will der SV Sandhausen die gute Hinrunde im neuen Kalenderjahr bestätigen und frühzeitig den Klassenerhalt schaffen. Dann würde der SVS im Sommer in seine neunte Zweitliga-Saison in Folge starten.

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