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Der SV Sandhausen hat am letzten Spieltag der 2. Bundesliga mit 1:3 beim Meister und Aufsteiger VfL Bochum verloren. Weil auch der direkte Konkurrent aus Osnabrück patzte, halten die Sandhäuser als 15. trotzdem die Klasse.

Im entscheidenden Spiel gegen den Abstieg gerieten die Sandhäuser nach einer knappen halben Stunde gegen den Meister-Aspiranten aus Bochum in Rückstand. Bochums Milos Pantovic brachte sein Team mit 1:0 in Führung (29.). Sandhausen-Stürmer Kevin Behrens traf nach rund einer Stunde zum Ausgleich (59.), ehe VfL-Kapitän Anthony Losilla das 2:1 besorgte (78.) und Robert Zulj (87.) mit einem sehenswerten Freistoß noch erhöhte.

Sandhausen muss Rückstand hinterher laufen

Der VfL drückte die Gäste aus Sandhausen von Beginn an tief in die eigene Hälfte. Gerrit Holtmanns Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen (12.). Die beste Chance der Anfangsphase hatte aber Sandhausen: VfL-Keeper Patrick Drewes rettete erst gegen den Weitschuss von Erik Zenga und parierte auch den Nachschuss von Behrens (18.). Aus einer Kontersituation ging Bochum dann in Führung: Simon Zoller wurde gegen die weit aufgerückte SVS-Defensive auf die Reise geschickt, seine Flanke köpfte Pantovic zum 1:0 ein (29.). Die Gastgeber blieben das gefährlichere Team, Holtmanns Linksschuss ging knapp am Tor vorbei (38.). Pantovic scheiterte aus wenigen Metern an Gäste-Torwart Stefanos Kapino (44.).

Sandhausen muss bis zum Schluss zittern

Auch nach dem Seitenwechsel ließ sich Sandhausen das Bochumer Spiel aufdrücken, ohne aber hochkarätige Möglichkeiten zuzulassen. Behrens schockte den Tabellenführer nach rund einer Stunde, als er sich einen langen Ball am herausstürmenden Drewes vorbeilegte und aus sehr spitzem Winkel einschoss (59.). Robert Zulj verpasste kurz darauf die erneute VfL-Führung (60.). Sandhausen war nach dem Ausgleich besser im Spiel, Daniel Keita-Ruel scheiterte am stark aufgelegten Drewes (69.). Bochum fing sich aber nach kurzer Schwächephase und traf durch Kapitän Losilla zum 2:1 (78.). Nach Zuljs Kunstschuss war dem VfL der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Obwohl die Sandhäuser mit 1:3 verloren haben, standen am Ende zwei jubelnde Mannschaften auf dem Platz. Da der VfL Osnabrück bei Ergebirge Aue mit 1:2 verlor, müssen die Osnabrücker in die Relegation und Sandhausen rettet sich auf den 15. Tabellenplatz und spielt auch in der kommenden Saison zweitklassig. "Ich könnte heulen vor Glück. Es war eine Niederlage, die man in Kauf nehmen kann", sagte SVS-Trainer Gerhard Kleppinger nach der Partie. "Wir sind überglücklich, dass wir in der Liga geblieben sind. Jetzt wollen wir das sacken lassen und dann ein bisschen feiern." Und auch Stürmer Kevin zeigte sich nach der Partie überglücklich: "Nach der Saison drin zu bleiben ist überragend. Scheißegal, dass wir es nicht aus eigener Kraft geschafft haben. Ab jetzt heißt es feiern!"

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