Sandhausen verliert gegen Heidenheim (Foto: IMAGO, Imago)

Fußball | 2. Bundesliga

Heidenheim gewinnt torreiche Partie in Sandhausen knapp

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In einer sehenswerten Partie, vor etwa 4.500 Zuschauer im Stadion am Hardtwald, entführte der FC Heidenheim drei Punkte aus Sandhausen. Die Hausherren bleiben damit weiter in der Gefahrenzone.

In einer zeitweise bereits entschiedenen Partie, zitterte sich der FC Heidenheim am Ende zum 4:3-Sieg und setzt sich in der Tabelle der zweiten Bundesliga weiter oben fest. Tim Siersleben (31.), Tim Kleindienst (40.), Christian Kühlwetter (48.) und Kevin Sessa (73.) trafen für die Gäste, Merveille Papela (50.), Christian Kinsombi (76.) und Alexander Esswein (80.) für den SVS.

Beide Teams mit Rückkehrern

Bei den Gastgebern kehrte Stammkeeper Patrick Drewes nach einem Muskelfaserriss zurück zwischen die Pfosten. Janik Bachmann stand nach abgesessener Gelbsperre wieder in der Startelf - ähnlich wie auf der Gegenseite Heidenheims Toptorjäger Kleindienst.

Sandhausen mit Aluminiumtreffer

Die Gäste übernahmen gleich zu Beginn der Partie die Kontrolle. Auch wenn sich das Geschehen größtenteils in der Hälfte des SV Sandhausen abspielte, gehörte die erste gute Gelegenheit der Partie dem Gastgeber: In der 22. Minute traf Christian Kinsombi mit seinem Abschluss von der linken Strafraumkante den Pfosten. Es folgte eine kurz Druckphase des SV Sandhausen, dem innerhalb weniger Minuten drei Abschlüsse auf das Tor von Müller gelangen, ohne den 31-Jährigen aber ernsthaft zu fordern.

SVS lädt die Gäste zum Toreschießen ein

Aus dem Spiel tat Heidenheim sich schwer, Chancen zu erarbeiten. Nur logisch, dass der Führungstreffer in der 31. Minute aus einem Standard resultierte. Siersleben verwandelte eine Eckballhereingabe von Jan-Niklas Beste am zweiten Pfosten ohne Gegenwehr. Sandhausen-Keeper Drewes sah dabei nicht gut aus, verschätzte sich und machte es für Siersleben einfach, der aus kurzer Entfernung nur noch seinen Kopf hinhalten musste.

Trotz des Gegentreffers ließen sich die Hausherren nicht hängen und versuchten an die gute Phase einige Minuten zuvor anzuknüpfen, ohne aber zwingende Torchancen kreieren zu können. In der 40. Minute schlug dann wieder der FCH zu. Tim Kleindienst blieb nach einem ersten, geblockten Abschluss hartnäckig und erhöhte mit einem satten Schuss auf 2:0. Drewes war zwar noch mit der Hand dran, konnte dem siebten Saisontreffer des Heidenheimer Stürmers aber nichts mehr entgegensetzen.

Furiose zweite Halbzeit

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Heidenheim zielstrebiger. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff traf Kühlwetter mit einem Flachschuss von der linken Strafraumecke zum 3:0. Doch der Anschlusstreffer vom SV Sandhausen ließ nicht lange auf sich warten. Keine 120 Sekunden später verkürzte Papela nach guter Kombination mit Esswein und Cebio Soukou auf 1:3 und hielt seine Mannschaft weiter im Spiel.

Heidenheim mit der Entscheidung - scheinbar

Doch der FC Heidenheim ließ sich davon nicht beeindrucken. Das vermeintliche 4:1 durch Beste wurde wegen einer Abseitsstellung von Vorlagengeber Kleindienst vom Videoassistenten korrekterweise zurückgenommen. Nur vier Minuten später zählte das 4:1 dann aber: Sessa ließ Drewes aussteigen und netzte kaltschnäuzig ein.

Sandhausen schlägt zurück

Die Partie schien gelaufen, doch die Sandhausener kamen nochmal zurück: In der 76. Minute traf Christian Kinsombi nach einem Doppelpass mit Esswein, kurz darauf entschied Schiedsrichter Hempel nach einer Grätsche von Siersleben gegen Marvin Rittmüller auf Elfmeter für den SV Sandhausen. Erneut schaltete sich der Videoassistent ein und korrigierte den Unparteiischen - diesmal auf Freistoß, den Esswein mit einem Flachschuss direkt verwandelte (80.).

Zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr für die Hausherren. Zum Abschluss der Hinrunde muss der SVS am Samstag (12.11., 13:00 Uhr) nach Hamburg. Der FC Heidenheim empfängt zeitgleich den SSV Jahn Regensburg.

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SWR

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