Trainer Uwe Koschinat vom SV Sandhausen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | 2. Bundesliga Sandhausen: Mit Rückenwind zum erneuten Klassenerhalt

Mit einem fulminanten Zwischenspurt Mitte der Rückrunde legte der SV Sandhausen in der letzten Saison die Basis für den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Nicht abzusteigen - das ist auch in der neuen Spielzeit das große Ziel der Kurpfälzer.

"Ich freue mich auf die neue Saison, aber besonders, dass es erneut in der zweiten Liga ist", sagte SVS-Trainer Uwe Koschinat am Rande des Trainingsauftakts. Für die Kurpfälzer ist es die achte Spielzeit in der 2.Bundesliga.

"Etwas zusammengewachsen zwischen Fans und Mannschaft"

Der erst am letzten Spieltag realisierte Klassenerhalt und der Abstiegskampf über Monate haben auch beim erfahrenen Coach sichtlich Spuren hinterlassen. "Es war eine emotional sehr anfassende Situation Ende der letzten Saison", sagte Koschinat. Auch durch die Unterstützung der Anhänger habe man das große Ziel schließlich doch noch erreicht: "Am Ende ist zwischen den Fans und der Mannschaft etwas zusammengewachsen. Das hat uns sehr geholfen."

"Wir wollen rotziger und schneller werden"

Dieser Rückenwind soll erneut helfen, denn in der kommenden Spielzeit lautet das Ziel natürlich, erneut drinzubleiben in der 2. Liga. Erreicht werden soll das mit einem neuen Spielstil. "Wir wollen rotziger und schneller werden", blickte Koschinat voraus: "Wir wollen uns nicht gefallen lassen." "Aggressivität, Direktheit, Zweikampfverhalten" - das sind laut dem Trainer deshalb die Schwerpunkte der Vorbereitung.

Schließlich will der SVS in der neuen Saison auch variabler auftreten. "Wir wollen nicht mehr auf nur zwei Spieler reduziert werden, die in der Offensive für Furore sorgen", so Koschinat. Die Mannschaft solle künftig im Angriff flexibler sein und eine höhere Geschwindigkeit auf den Außenbahnen erzeugen.Und so erneut den Klassenerhalt perfekt machen - und das idealerweise nicht erst am 34. Spieltag.

Große Spieler-Fluktuation

Personell ändert sich in Sandhausen zur neuen Spielzeit einiges, es gab bisher eine große Fluktuation. Elf Spieler gingen, darunter mit Andrew Wooten (in die nordamerikanische Profiliga MLS) und Fabian Schleusener (war vom SC Freiburg ausgeliehen) die beiden besten Torschützen. Nicht nur deshalb hat Sandhausen vor allem für die Offensive mit Rückkehrer Aziz Bouhaddouz (Al-Batin), Philip Türpitz (1. FC Magdeburg), Mario Engels (Roda Kerkrade), Julius Biada (1. FC Kaiserslautern) und Enrique Pena Zauner (U 19 Borussia Dortmund) Spieler geholt.

Neu in Sandhausen sind auch Torwart Martin Fraisl (FC Botosani) aus der ersten rumänischen Liga, der defensive Mittelfeldspieler Marlon Frey (PSV Eindhoven II) sowie Robin Scheu (Fortuna Köln) für das rechte Mittelfeld.

Die Planungen des SVS sind noch nicht abgeschlossen. Gesucht werden noch ein weiterer Torhüter, ein Innenverteidiger und ein defensiver Mittelfeldspieler. Ihren ersten Test bestreiten die Nordbadener am 26. Juni (18 Uhr) gegen den Regionalligisten FC-Astoria Walldorf.

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