Der Darmstädter Tobias Kempe verwandelt einen umstrittenen Elfmeter zum 1:1-Ausgleich gegen den SV Sandhausen (Foto: picture-alliance / Reportdienste)

Fußball | 2. Bundesliga Elfer-Ärger beim SV Sandhausen

Beim SV Sandhausen ist der Ärger nach dem 1:1 (1:1) gegen Darmstadt 98 groß. Der Elfmeter, der zum Ausgleich für die Hessen führte, sorgte nach der Partie für Diskussionen.

"Wir liefern hier über 90 Minuten einen großen Kampf ab und dann werden wir so verarscht", echauffierte sich SVS-Profi Tim Knipping nach der Partie. Sandhausens Trainer Uwe Koschinat stieß ins gleiche Horn: "Es ist so, dass die Entscheidung, die zum Ausgleich führte, unstrittig komplett falsch war."

In der 32. Minute fiel Darmstadts Martvin Mehlem nach einem Zweikampf mit SVS-Verteidiger Knipping, Schiedsrichter Lasse Koslowski entschied auf Strafstoß für die Lilien. Allerdings berührte Knipping Mehlem gar nicht.

"Ins Gesicht gelogen"

Der Unparteiische fragte bei Mehlem nach - und blieb im Anschluss bei seiner Entscheidung. "Ich finde das unmöglich, wenn man vom Schiedsrichter noch gefragt wird und diesem dann dreist ins Gesicht lügt", regte sich Knipping auf.

Uwe Koschinat "fehlt das Verständnis"

Auch Schiedsrichter-Assistent Henry Müller stand im Fokus - hatte er doch dem Schiedsrichter über Funk gesagt, dass kein Kontakt vorlag. Doch der Referee bewertete Mehlems Aussage offensichtlich höher. Ein Unding für Koschinat: "Da fehlt mir jegliches Verständnis. Wie soll die Aussage eines Spielers höherwertiger sein als die Aussage eines Assistenten?"

Tobias Kempe waren die Diskussionen egal. Er nutzte den Elfmeter zum 1:1-Ausgleich für Darmstadt. Gleichzeitig der Endstand. Zuwenig für Sandhausen, dass nach nur einem Sieg aus den vergangenen zwölf Spielen weiterhin den Abstiegsrelegationsplatz belegt.

STAND