Timo Röttger von der SG Sonnenhof Großaspach (Foto: SWR)

Fußball | 3. Liga Gesichter der Liga: Großaspachs spielender Co-Trainer Timo Röttger

Timo Röttger ist erfahren, lebenslustig und bedingungslos ehrgeizig. Der spielende Co-Trainer der SG Sonnenhof Großaspach hat die launige Offenheit, die typisch ist für einen Rheinländer.

Auf dem Platz aber ist mit Röttger nicht zu spaßen. Aus der frühen Zeit seiner Karriere hängt ihm noch immer der Spitzname "Metzger" nach, nachdem er, statt ins Dribbling zu gehen, einfach durch zwei Gegenspieler durchgepflügt war. "Den hat mir ein Torwart aus Leverkusener Zeiten gegeben, als ich als junger Bursche öfters mal mit dem Kopf durch die Wand wollte."

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Vom Metzger zum Weißbiergott

Beim Dorfclub haben ihm die Fans einen neuen Spitznamen gegeben: "Weißbiergott." Man sieht sofort, woher das kommt, wenn man Timo Röttger dabei zuschaut, wie er sich ein Sportlerweizen (0,0% Alkohol) einschenkt. Der 34-Jährige kann das mit einer Hand. Eine Fähigkeit, die er sich antrainierte, als er den linken Arm in Gips hatte.

Der 1,76 Meter große Stürmer hat in Dresden, Leipzig, Leverkusen und in Köln gespielt. Dreimal ist er aufgestiegen (einmal mit Dresden, zwei Mal mit Leipzig). Das gehört zu den schönsten Momenten seiner Karriere. "Letztes Jahr der Klassenerhalt gegen Fortuna Köln war auch noch sehr emotional und sehr, sehr schön und kommt direkt dahinter", meint Röttger.

Kicken bis 41?

Sein großes Idol ist der Schalker Ebbe Sand. "Den würde ich gern mal kennenlernen", sagt Timo Röttger und lacht. "Er war immer präsent und er hat viele Tore für meinen Klub geschossen."

Inzwischen ist der Routinier 34 Jahre alt - aber ob am Saisonende Schluss ist, hat er wohl noch nicht entschieden: "Pizarro spielt auch bis 41. Man muss sehen, wie lange das noch geht.. Viele meiner Kumpels haben aufgehört mit Fußball, die Jungen kommen nach, werden immer schneller und besser."

Timo Röttger - der neue Star am Schlager-Himmel?

Was kommt danach? Röttger mag Schlager und Andrea Berg. Bei einem Doppelauftritt auf der Weihnachtsfeier der SG hat das Duo Timo und Andrea jedenfalls Mannschaft und Verein nachhaltig beeindruckt. Wer weiß, vielleicht startet der Routinier von der SG Sonnenhof Großaspach demnächst eine ganz andere Karriere.

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