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SCF vs FCB | Sieg 3 Der "Knipser" stellt die Bayern kalt

Am 09. März 1996 schaffte der SC Freiburg den dritten von insgesamt vier Siegen gegen den übermächtigen FC Bayern München. Der Holländer Harry Decheiver wurde mit seinen zwei Toren zum Helden des Spiels.

Harry Decheiver bejubelt ein Tor gegen Bayern München

Traf doppelt beim 3:1-Sieg gegen den FC Bayern München: Harry Decheiver

Am Anfang lief alles nach Plan für die Gäste aus München. Bereits nach 16 Minuten verwandelte Jürgen Klinsmann einen Foulelfmeter zur 1:0 Führung. Doch noch vor der Halbzeit konnte Harry Decheiver für den SC Freiburg zum 1:1 ausgleichen. Nach Wiederanpfiff war der "Knipser" aus Holland erneut zur Stelle: Schlitzohr Decheiver nutzte eine Missverständnis in der Bayern-Abwehr eiskalt aus und schoss die Breisgauer sensationell in Führung.

Für den Holländer war sein Treffer zum 2:1 eine einfache Sache: "Die Flanke kam von rechts und der Verteidiger dachte der Torwart kommt raus. Und der Torwart dachte, der Verteidiger köpft ihn weg - und ich hab gedacht, dann mach ich ihn halt rein", sagte Decheiver zu seinem Tor. Ein klarer Fall von, 'wenn sich zwei Abwehrspieler streiten, freut sich der Stürmer'. Der damalige SC-Trainer Volker Finke sagte über Decheiver: "Der Harry, der hat auch im Hinterkopf noch Augen." Der heutige HSV-Sportvorstand Jens Todt sorgte dann kurz vor Schluss für den 3:1 Endstand.

"Freiburg war meine schönste Zeit"

Nach dem Bundesliga-Spiel gegen den FC Bayern München ist SC-Freiburg-Verteidiger Manuel Gulde am Sonntag, ab 22:05 Uhr, zu Gast bei .

Finke holte Decheiver im Herbst 1995 vom niederländischen Klub Go Ahead Eagles Deventer nach Freiburg. Die Breisgauer standen damals auf dem letzten Tabellenplatz - am Ende kletterte der SC aber noch auf den 11. Rang. Mit seinen elf Toren hatte Decheiver entscheidenden Anteil am Klassenerhalt.

Harry Decheiver verließ in der darauffolgenden Saison den Sportclub zwar im Streit, erinnert sich aber trotzdem gerne an seine Zeit im Breisgau: "Der Fehler lag nur bei mir. Ich war nicht mehr in der Super-Form des Vorjahres. Wir verloren Spiele, ich wurde kritisiert und damit bin ich schlecht umgegangen. Ich habe zu schnell aufgegeben", so Decheiver im Rückblick. Der Holländer sagt aber auch: "Freiburg war meine schönste Zeit. Wir hatten damals eine richtig gute Mannschaft."

Decheiver lebt heute in seiner Heimatstadt Deventer in den Niederlanden. Dort ist er Assistenztrainer bei den Go Ahead Eagles in der niederländischen Eredivisie.