Die Butterbrot-Boys Michael Gregoritsch und Daniel-Kofi Kyereh jubeln für den SC Freiburg. (Foto: IMAGO, IMAGO/Blatterspiel)

Fußball | Bundesliga

Gregoritsch und Kyereh - die Gute-Laune-Fraktion des SC Freiburg

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Michael Richmann

Sieg gegen Mainz 05, Platz zwei in der Bundesliga, der FC Nantes als nächster Gegner in der Europa League - beim SC Freiburg ist das Glück derzeit zuhause. Daran haben Michael Gregoritsch und Daniel-Kofi Kyereh großen Anteil.

Beim SC Freiburg ist nach dem 2:1-Sieg gegen Mainz 05 gute Laune angesagt. Besonders die beiden Torschützen Michael Gregoritsch (3.) und Daniel-Kofi Kyereh (37.) waren im siebten Himmel. "Es war ein absolut schönes Gefühl", sagte Kyereh im Interview mit SWR Sport. Es war sein erstes Bundesliga-Tor für den SC Freiburg. Der Offensivmann war im Sommer von Zweitligist FC St. Pauli zur Streich-Truppe gekommen.

Gregoritsch ballerte den Ball zunächst an die Latte, Kyereh musste nur noch abstauben. "Der einzige Weg zu ihm war über die Latte - oder den Torwart anschießen", sagte Gregoritsch. "Aber Latte schien mir sicher." Der 28-jährige Österreicher war nachher lediglich etwas enttäuscht, dass Kyereh nicht seinen Flickflack-Jubel gezeigt hat. Dessen Begründung glich einer Liebeserklärung: "Ich hatte so viele Gedanken in meinem Kopf. Doch dann habe ich Dich gesehen und bin zu Dir gelaufen."

Warum zeigte Kyereh den Freiburgern nicht seinen Flickflack-Jubel?

Stellt sich nur die Frage, warum Kyereh solche Special-Moves überhaupt in seinem Repertoire hat. "Meine Mama hat mich zum Kinderturnen geschickt. Und da habe ich das Ganze gelernt", erklärt der 26-Jährige, der im Sommer vom FC St. Pauli in den Breisgau kam. "Dann habe ich mich irgendwann entschieden, nur noch Fußball zu machen. Aber den Flickflack habe ich beibehalten."

Die neue Freiburger Flügelzange soll dafür sorgen, dass Kyereh seinen Flickflack-Jubel doch noch - und womöglich häufiger zeigen kann. Vergangene Saison war das Freiburger Spiel mit den überragenden Christian Günter und Vincenzo Grifo teilweise etwas linkslastig. Mit der Verpflichtung von Ritsu Doan im vergangenen Sommer ist der Sport-Club variabler geworden.

Der SC Freiburg ist variabler geworden

Auf die vielen neuen Optionen angesprochen gerät Kyereh fast ins Schwärmen: "Das macht auf jeden Fall Spaß. Schon im Training ist es toll Ritsu zuzuschauen. Und auf dem Platz weiß man schon, dass Ritsu immer in der Lage ist, ein Eins-gegen-Eins oder sogar ein Eins-gegen-Zwei aufzulösen und sich dann Räume ergeben. Der Typ ist eine absolute Waffe."

Zu Doans Absicherung vertraut Freiburgs Trainer Christian Streich derzeit auf Kiliann Sildillia. Auch für das 20-jährige Eigengewächs hat Kyereh vor allem sehr viel Liebe übrig: "Killi, der so viele Bälle erobert, dass man auf jeden Fall weiß, man muss nicht ganz so weit zurücklaufen, sondern kann sich schon wieder vorbereiten, dass es gleich in die andere Richtung geht."

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