Vincenzo Grifo hat den Ball im Visier (Foto: imago images, ULMER Pressebildagentur)

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Topscorer beim SC Freiburg und bald Vater: Die ereignisreiche Adventszeit des Vincenzo Grifo

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Er war Torschütze gegen den FC Augsburg und ist Vater in spe. Für Vincenzo Grifo stehen spannende Wochen und Monate an. Währenddessen versucht er mit dem SC Freiburg den Tabellenkeller zu verlassen.

Als am Samstag in der Augsburger Arena der Schlusspfiff ertönte, konnte sich Vincenzo Grifo nur bedingt über seinen Treffer freuen. Grund dafür war das späte Ausgleichstor des FC Augsburg. Jonathan Schmid hatte den Schuss von Ruben Vargas unhaltbar für SCF-Keeper Florian Müller abgefälscht. Für Grifo "ein Kacktor“, das die Freiburger schlussendlich den Sieg kostete. Diesen verbalen Ausrutscher wiederholt der 27-Jährige im Interview mit SWR Sport allerdings nicht: "Ich sag es lieber nicht, ich bin ja ein Vorbild für Kinder. Ein blödes Tor war es einfach."

Auf dem Feld nur schwer zu stoppen

Durch seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 für Freiburg avancierte Grifo zum Topscorer in der Mannschaft des Sportclub. In neun Spielen traf er bereits dreimal selbst und bereitete zwei weitere Tore vor. Der gebürtige Pforzheimer befindet sich aktuell in einer guten Form, die er kürzlich auch bei der italienischen Nationalmannschaft unter Beweis stellte. In seinem vierten Länderspiel-Einsatz bejubelte er seine ersten beiden Tore im Trikot der "Squadra Azzurra". Beim 4:0-Erfolg gegen Estland erzielte er den Führungstreffer durch einen sehenswerten Fernschuss und legte in der zweiten Halbzeit nach, als er einen Elfmeter zum zwischenzeitlichen 3:0 verwandelte.

Nachwuchs bei den Grifos

Gegen den FC Augsburg blieb es letztlich nur bei einem Treffer, den er allerdings in besonderer Form bejubelte. Er schnappte sich den Spielball, klemmte ihn unter sein Trikot und steckte sich den Daumen zwischen die Lippen. Gemeinsam mit seiner Frau Vanessa erwartet er demnächst das erste Kind. "Ich und meine Frau werden Eltern. Wir freuen uns sehr", bestätigt Grifo im Interview mit SWR Sport.

Dass der kommende Nachwuchs auch an Erwartungen gekoppelt ist, merkt Teamkollege Christian Günter lachend an: "Vincenzo hat die Messlatte schon extrem hoch gelegt. Wenn er jetzt schon die Tore schießt, bevor das Kind da ist, dann sind Minimum zwei Tore pro Spiel fällig, wenn die Kleine dann da ist", betont Günter mit Blick auf seine eigenen Leistungssteigerung nach der Vaterschaft.

Hoffen auf Weihnachten mit der Familie

Dass ihm die Familie sehr wichtig ist, hebt Vincenzo Grifo auch im Hinblick auf die kommende Weihnachtszeit hervor. Dabei verweist er auf seine italienischen Wurzeln: "Wir hoffen, dass wir Weihnachten natürlich feiern können, auch in der Familie, so wie es sich gehört. Für uns Italiener ist das ein sehr, sehr wichtiges Fest."

Bevor sich das Jahr allerdings dem Ende zuneigt, stehen für Grifo und den SC Freiburg noch wichtige Spiele an. Unter anderem trifft der SC noch auf Arminia Bielefeld und Schalke 04. Punkte in diesen Spielen sind für die Elf von Trainer Christian Streich Pflicht, wenn man aus dem Tabellenkeller herauskommen will. "Wir konzentrieren uns jetzt auf die kommenden Spiele, dass der SC Freiburg die Leistung erbringt, die er erbringen soll. Und dann freuen wir uns alle auf Weihnachten", sagt Grifo im Hinblick auf die kommenden Wochen.

Wenn der italienische Nationalspieler auch in den nächsten Spielen fleißig trifft und vorbereitet, könnte es in Freiburg ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest geben.

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