Traumtor aus 55 Metern: Vincent Vermeij und seine Mitspieler vom SC Freiburg II feiern den Siegtreffer gegen Mannheim.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

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Teamcheck SC Freiburg II: Gekommen, um zu bleiben

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Der Aufstieg des SC Freiburg II in die 3. Liga war geschichtsträchtig. Zum ersten Mal sind zwei Freiburger Teams im Profifußball. Vieles deutet daraufhin, dass das so bleibt.

So lief die Hinrunde

26 Punkte in 20 Spielen: Der SC Freiburg II ist Zwölfter und hat damit eine gelungene Hinrunde gespielt. Die Freiburger sind mit zwei torlosen Unentschieden in ihre erste Saison in der 3. Liga gestartet. Es folgten zwei Niederlagen, ehe sie am fünften Spieltag ihren ersten Sieg bejubeln durften (1:0 gegen die Würzburger Kickers). Das Team von Trainer Thomas Stamm hat in dieser Hinrunde beides erlebt: deutliche Niederlagen (0:6 gegen TSV 1860 München) und überraschende Siege. Die Breisgauer haben etwa Viktoria Berlin (2:0) und den SV Waldhof Mannheim (2:1) geschlagen, beide waren zum Zeitpunkt des Aufeinandertreffens Tabellenzweite. Auch gegen den aktuellen Tabellenführer 1. FC Magdeburg haben sie gepunktet (0:0). Potenzial, sich zu verbessern, hat die Mannschaft vor allem in der Offensive. Sie hat 15 Tore erzielt, das sind die zweitwenigsten in der Liga. In der Hälfte der bisher gespielten Partien (zehn) haben die Freiburger gar nicht getroffen. Hoffnung macht, dass Mittelstürmer Vincent Vermeij nach Sprunggelenksproblemen immer besser in Form kommt. Gegen Waldhof Mannheim traf er aus 55 Metern.

Wer kommt, wer geht?

Vermeij war der bekannteste Neuzugang der Freiburger vor dieser Saison. Der Stürmer kam vom Liga-Konkurrenten MSV Duisburg nach Freiburg. Er sollte Marvin Pieringer ersetzen, der an Schalke 04 verliehen wurde und der in 60 Spielen für die zweite Mannschaft 21 Tore erzielte. Vermeij gelangen in der Hinrunde vier Treffer. An sechs Spieltagen war er, unter anderem wegen seiner Verletzung, nicht im Kader. In gewisser Weise ist er also noch einer der neuen, auf die die Fans in der Rückrunde gespannt sein dürfen. Ansonsten deutet sich nicht an, dass sich der Kader stark verändert.

Der Trainer

Thomas Stamm hat die Mannschaft zum Start der neuen Saison übernommen. Zuvor hatte er die U19 des SC Freiburg betreut und mit ihr den DFB-Pokal gewonnen. Er hat vor der Saison gesagt, dass er die 3. Liga als Plattform nutzen will, um die jungen Spieler weiterzuentwickeln und an die erste Mannschaft heranzuführen. Das ist gelungen. Kevin Schade hatte in der Hinrunde 14 Einsätze in der Bundesliga, dabei erzielte er zwei Tore legte eins vor. Auch Kiliann Sildillia und Noah Weißhaupt (beide jeweils drei Bundesliga-Einsätze) durften in der ersten Mannschaft Erfahrungen sammeln. Für Stamm bedeutet das gleichzeitig, dass er immer wieder improvisieren muss. Kein Trainer der 3. Liga hat in der Hinrunde so viele Spieler eingesetzt, nämlich 35. Der Schweizer hat aber nicht nur das gemeistert, er hat auch eine Mannschaft gebildet, die sich von Rückschlägen wie dem 0:6 gegen den TSV 1860 München nicht verunsichern lässt. Danach folgten drei Siege aus vier Spielen, unter anderem das 2:1 gegen Waldhof Mannheim.

Erwartungen an die Saison

Der Aufstieg des SC Freiburg II in die 3. Liga war geschichtsträchtig. Zum ersten Mal sind zwei Mannschaften des SC im Profifußball vertreten. Auch, wenn Thomas Stamm vor allem die Entwicklung der jungen Spieler als Ziel ausgegeben hat, ist nach dieser Hinrunde realistisch, dass sein Team auch im kommenden Jahr im Profifußball spielt. Stamm hat ein stabiles Team geformt, das aus jungen und erfahrenen Spielern besteht. Das Trainingslager in Spanien mussten die Freiburger allerdings absagen. Das Team hat die Reise aufgrund der Omikron-Ausbreitung und einer möglichen Einstufung von Spanien als Virusvariantengebiet nicht angetreten.

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