Christian Streich vom SC Freiburg (Foto: IMAGO, Imago Images / Joran Steinsiek)

Fußball | Bundesliga

Darum könnte Christian Streich keinen anderen Klub als den SC Freiburg trainieren

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Christian Streich vom SC Freiburg spricht beim SWR-Talk "Weiler Gespräch" über die sportliche Situation des Klubs und seine persönliche Planung.

Nein, einen anderen Klub zu trainieren als den SC Freiburg, das kann sich Christian Streich nicht mehr vorstellen. "Ich bin viel zu festgefahren", sagte der 57-Jährige. Er wäre "vollkommen verloren", wenn er nicht mehr die gewohnten Menschen aus seiner Umgebung um sich herum habe, so Streich bei dem Auftritt in seiner Heimat.

Deshalb mache er sich auch keine Gedanken um einen Job bei einem anderen Verein oder über den Posten als Nationaltrainer, für den der gebürtige Weiler immer mal wieder gehandelt wird.

Streich ist bereits seit Januar 2012 Trainer des SC Freiburg. Zuvor war seit 1995 in der Jugendarbeit des Klubs aktiv und feierte zahlreiche Erfolge, bevor zur Saison 2011/2012 Assistent von Marcus Sorg wurde, den er letztlich als Cheftrainer beerbte.

Streich will keinen langfristigen Vertrag

Beim SC denkt Streich von Jahr zu Jahr. Wenn er die Lust verspüre, weiterzumachen, suche er das Gespräch mit den Verantwortlichen. Und bisher haben sie in Freiburg immer 'ja' gesagt. Was wenig verwunderlich ist, wenn man die sportliche Entwicklung des Klubs unter Streich bedenkt.

Ein langfristiger Vertrag kommt für den Coach dabei trotzdem nicht in Frage. Was anderen Trainern Sicherheit verleihen würde, wäre für Streich eine Belastung. "Da funktioniert mein Kopf anders".


Streich: Beim SC Freiburg hebt niemand ab

Auch zum sportlichen Höhenflug des SC äußerte sich Streich. Die Gefahr, dass seine Spieler angesichts von Tabellenplatz zwei hinter dem FC Bayern die Bodenhaftung verlieren, sieht er nicht. "Die heben nicht ab. Die sind zwar sehr selbstbewusst. Aber dann kann ich sie auch an ihren Worten messen", so Streich.

Beleg für den sportlichen Aufschwung bei den Breisgauern ist, dass mit Christian Günter und Matthias Ginter gleich zwei SC-Profis zum WM-Kader des DFB bei der WM in Katar gehörten, wenngleich sie keine sportliche Hauptrolle einnahmen.

Doan und Grifo auf internationaler Ebene erfolgreich

Doch auch andere Freiburger haben sich schon auf internationalem Parkett bewiesen. Ritsu Doan sorgte mit Japans Nationalteam für das Scheitern des DFB-Teams in Katar.

Abseits der WM hat sich auch Vincenzo Grifo ins Rampenlicht gespielt und ist zum italienischen Nationalspieler gereift. Eine Entwicklung über mehrere Jahre, die Streich besonders hervorhebt. "Ich habe ihn gefragt: 'Und, was braucht ein italienischer Nationalspieler alles so?'", sagte Streich. Das sei nämlich eine ganze Menge. Doch Grifo war "in der Lage, das zu leisten".

Streich: DFB-Team hätte besser verteidigen müssen

Bereits einen Tag zuvor hatte sich Streich im Gespräch mit SWR Sport über das sportliche Abschneiden der DFB bei der WM in Katar geäußert. "Deutschland hat wahnsinnig viele Torchancen gehabt. Wir haben halt nicht gut genug verteidigt. Wenn du schon so offensiv spielst, musst du extrem gut verteidigen – und zwar alle", sagte der 57-Jährige zum Ausscheiden des DFB-Teams.

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