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Seit einer Woche sind wieder keine Zuschauer in der Fußball-Bundesliga erlaubt. Christian Streich hat vor dem Auswärtsspiel des SC Freiburg bei RB Leipzig deutlich gemacht, wie sehr er die Fans in den Stadien vermisst.

SC-Freiburg-Trainer Christian Streich hat die Nase voll von Geisterspielen: "Es ist zu viel Abstand, der nötig ist wegen diesem Virus", sagt der Freiburger Trainer vor dem Spiel am Samstag bei RB Leipzig (15:30 Uhr). "Der Abstand tut weh – auch im Stadion. Weil keine Leute da sind."

"Bestmögliche Leistung, für die, die daheim sitzen."

Am Anfang sei es noch um die Fokussierung auf die Spiele gegangen. "Wir wollten die bestmögliche Leistung zeigen, für die Leute, die daheim sitzen und nicht ins Stadion gehen dürfen." Das werde aber immer schwerer, sagt Streich. "Jetzt ist es deprimierend teilweise, wenn es immer so leer ist. Weil auf Dauer wird es schon eine einsame Veranstaltung."

Stadion auch Treffpunkt für viele Menschen

Das Stadion sei schließlich auch ein Treffpunkt für viele Menschen, wo man sich über unerwartete Siege freuen kann und über unerwartete Niederlagen gemeinsam niedergeschlagen sei, meint Streich. "Ich freue mich drauf, wenn es irgendwann wieder anders ist."

Individuelle Lösungen für Nationalspieler

Für die kommende Länderspiel-Pause sucht der SC Freiburg währenddessen für die Abstellung der Nationalspieler nach individuellen Lösungen mit den Verbänden, sagt Streich. Denn nach Aussage des 55-Jährigen stünden Nationalspieler nach ihrer Rückkehr erstmal nicht zu Verfügung. "Wenn sie aus Risikogebieten kommen, sind sie mehrere Tage nicht auf dem Platz, bis zwei negative Tests durchgeführt wurden", sagt Streich. "Manche unserer Spieler spielen nur einmal, manche zweimal, manche dreimal - da muss man Absprachen treffen mit den Verbänden. Und das tun wir gerade, das ist im Prozess."

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