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Der SC Freiburg hat im Heimspiel gegen den FC Bayern München einen hochverdienten Punkt in letzter Minute noch verspielt. Die stark aufspielenden Freiburger kassierten in der Nachspielzeit die Treffer zum 1:2 und 1:3.

Kurz vor Schluss trafen sie dann doch, die Bayern. Der eingewechselte Joshua Zirkzee (90.+2) und Serge Gnabry entschieden die Partie für den deutschen Rekordmeister in der Nachspielzeit doch noch zu ihren Gunsten - und das, nachdem der SC Freiburg zuvor mehrfach den vermeintlichen Siegtreffer auf dem Fuß gehabt hatten. Robert Lewandowski hatte die Bayern in der 16. Spielminute in Führung gebracht, ehe Vincenzo Grifo in der zweiten Halbzeit ausglich (59.).

Bayern mit geballter Offensivkraft

Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwaldstadion liefen die Münchner mit geballter Offensivkraft auf. Unter den Augen Löws standen Lewandowski, Thomas Müller, Serge Gnabry und der zuletzt gegen Werder Bremen (6:1) überragende Philippe Coutinho in der Startelf. Schon nach 65 Sekunden hatten die Münchner die erste Großchance. Der Abschluss von Coutinho war allerdings zu verspielt. Die Freiburger, bei denen Jonathan Schmid, Philipp Lienhart und Luca Waldschmidt fehlten, wurden zu Beginn in der eigenen Hälfte eingeschnürt.

Benjamin Pavard nach einer Ecke per Kopf und Müller im Nachschuss hätten eigentlich die Führung erzielen müssen (7.). Die Breisgauer, die in der vergangenen Saison als einzige Mannschaft nicht gegen die Bayern verloren hatten (zweimal 1:1), kamen überhaupt nicht ins Spiel. Die Bayern-Führung war überfällig, Lewandowski sorgte mit seinem 19. Saisontor nach überragender Vorarbeit von Alphonso Davies dafür. Nur fünf Minuten später hätte Lewandowski erhöhen können.

Freiburg wird besser und gleicht aus

Mitte der ersten Hälfte stellten die Freiburger auf eine Dreierkette um. Der Hochgeschwindigkeitsfußball der Münchner kam ins Stocken, die Passgenauigkeit ließ zu wünschen übrig. Kapitän Manuel Neuer rettete gegen Lucas Höler (31.), der schon in der letzten Saison bei den beiden 1:1-Unentschieden die Treffer erzielt hatte. Der Sportclub war die einzige Mannschaft, gegen die die Münchner nicht gewinnen konnten.

Coutinho (40.) vergab, im Gegenzug war wieder dann Neuer gefordert, der erneut rettete. 70 Prozent Ballbesitz und zwölf Torschüsse vor der Pause - die Bayern hatten es versäumt ein weiteres Tor zu machen. Unverändert kamen beide Teams nach dem Wechsel aus der Kabine, doch die Hausherren agierten viel mutiger als zu Beginn. Kapitän Mike Frantz (54.) verletzte sich, Kwon Chang-Hoon kam - fünf Minuten später erzielte Vincenzo Grifo nach Vorlage von Janik Haberer den Ausgleich.

Beim Rekordmeister häuften sich Fehler auf Fehler, Flick stärkte wohl auch deshalb die Defensive. Der Trainer brachte Martinez für Müller (63.), der kurz zuvor Gelb gesehen hatte. Trotzdem setzten sich die Freiburger immer besser in Szene, doch dann schlugen die Bayern eiskalt zu.

"Wir können echt stolz auf uns sein", sagte der Freiburger Torschütze Vincenzo Grifo nach der Partie. "Wir waren heute wirklich ein guter Gegner", so Grifo weiter. Man hätte auch selbst 3:1 führen können: "Schade, dass wir heute nicht die Glücklichen waren", bilanzierte der Freiburger.

Nach der Niederlage steht der SC Freiburg mit 25 Punkten auf Platz sechs.

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