Christian Streich (Foto: IMAGO, IMAGO / Eibner)

Fußball | Bundesliga

Streich im Interview: "Die Nationalmannschaft ist nicht Manchester City"

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INTERVIEW
Claus-Peter Hufer

Im Interview mit SWR Sport spricht Trainer Christian Streich über den Trainingsauftakt des SC Freiburg, die Fußball-WM in Katar und die deutsche Nationalmannschaft.

SWR Sport: Herr Streich, haben Sie die vergangenen Tage ein bisschen für sich nutzen können?

Christian Streich: Total, es war super. Ich hatte noch nie im November frei. Ich habe das sehr genossen und eine schöne Reise gemacht. Das war wunderbar.

Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der WM in der Vorrunde ausgeschieden. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Streich: Deutschland hat wahnsinnig viele Torchancen gehabt, nur halt nicht gut genug verteidigt. Das war extrem ärgerlich. Wenn du schon so offensiv spielst, musst du auch extrem gut verteidigen – und zwar alle. Und das hat halt gefehlt.

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Heute | 19 Uhr | Livestream SC-Trainer Christian Streich zu Gast beim Weiler Gespräch

Der Erfolgstrainer des SC-Freiburg, Christian Streich, ist am 8. Dezember in seiner Geburtsstadt Weil am Rhein zu Gast beim SWR-Talk Weiler Gespräch.

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Mit Blick auf die Offensive wird viel über die Rückkehr eines "Neuners" gesprochen. Wie sehen Sie das?

Streich: Natürlich haben wir auf einigen Positionen nicht die absolute Weltklasse, das muss man schon sagen. Deshalb wäre es umso wichtiger gewesen, dass die Mannschaft – koste es, was es wolle – gemeinsam verteidigt hätte. Die Nationalmannschaft ist nicht Manchester City, wo man auf einer Position für 100 Millionen einen Neuen holt. Aber im Kollektiv kann man vieles machen. Höwedes hat linker Verteidiger gespielt, als wir Weltmeister wurden. Das war nicht seine angestammte Position. Aber es liegt dann ein Stück weit auch an den Spielern, dass sie nicht denken, sie verlassen sich auf andere. Gerade das gemeinsame Verteidigen war zu wenig. Als Trainer ist es da schwierig, Einfluss zu nehmen.

Mit dem SC Freiburg haben Sie nun bis zum Wiederbeginn der Bundesliga im Januar viel Zeit, aber der Rhythmus ist ungewöhnlich.

Streich: Wir sind jetzt noch nicht mit der ganzen Gruppe da. Die Nationalspieler bekommen frei, sodass sie sich erholen können. Unsere zwei Jungs von der deutschen Nationalmannschaft (Christian Günter und Matthias Ginter; d. Red.) sind mit den ganzen Ereignissen ganz schön mitgenommen gewesen. Die brauchen Erholung. Was mir aber auch immer wahnsinnig Spaß macht: die Spieler aus der zweiten Mannschaft, das sind gute Kicker und sie sind total motiviert. Es ist bei uns überhaupt kein Problem, wenn wir mit einer gemischten Gruppe trainieren – weil wir keine gestörten Hierarchie-Gefühle haben. Sie sind sofort integriert, das ist toll.

Freuen Sie sich auf die Rückrunde?

Streich: Natürlich freue ich mich, weil wir super dastehen und man sich keine Gedanken machen muss, ob man nächstes Jahr wieder in der Bundesliga spielt. Das ist wunderbar. Dann sind wir im Europapokal im Achtelfinale – das ist auch wahnsinnig toll. Da haben wir zwei großartige Spiele vor uns. Und im DFB-Pokal sind wir ja auch noch dabei. Das ist super.

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Claus-Peter Hufer

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