Kiliann Sildillia, Yannik Keitel, Jeong Woo-yeong und Christian Günther stehen nach dem 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach erschöpft aber gut gelaunt auf dem Spielfeld und lassen sich von den Fans des SC Freiburg feiern. (Foto: IMAGO, IMAGO / Eibner)

Fußball | Bundesliga

Null gehalten, Punkt geholt - nun freut sich Freiburg auf Piräus

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Michael Richmann

Der SC Freiburg muss sich gegen Borussia Mönchengladbach mit einem Punkt begnügen. Die Breisgauer sind trotzdem zufrieden, denn am Donnerstag wartet schon die nächste Aufgabe.

"Wenn man vorne keinen macht, muss man hinten die Null halten", sagte Torhüter Mark Flekken nach dem 0:0 seines SC Freiburg am Sonntagabend gegen Borussia Mönchengladbach. Daran hatte der 29-Jährige mit einigen wichtigen Paraden großen Anteil: "Ja gut, letztendlich bin ich dafür da - gell?" Der Niederländer konnte sich mit dem verpassten Sieg jedenfalls schnell arrangieren: "Es war von beiden Seiten ein ordentliches Spiel. Ein paar Fehler waren natürlich drin. Aber die Torhüter hatten einen guten Tag erwischt, und dann nehmen wir den Punkt gerne mit", sagte er im Interview mit SWR Sport.

SC Freiburg mit ungewohnten Rhythmus

Michael Gregoritsch hatte mit dem damit einhergehenden Verlust der Tabellenführung ungleich größere Probleme: "Wir müssen jetzt überlegen, ob da nicht bald ein Trainerwechsel her muss - und wir müssen in den Spiegel schauen und fragen, ob das unser Anspruch ist, den wir haben wollen." Freilich ein Scherz, der jedoch zeigt, wie gelöst die Stimmung beim Sport-Club derzeit ist. Vier Siege in der Bundesliga, Platz zwei, Auftaktsieg in der Europa-League - nur mit dem ungewohnten Spiel-Rhythmus, der nur drei Tage nach dem anstrengenden Spiel gegen Qarabag Agdam sofort die nächste schwierige Aufgabe auf den Spielplan ruft, hadern die Freiburger noch ein wenig.

"Gewöhnungsbedürftig", meinte Flekken. "Wir können nicht jedes Spiel, alle drei, vier Tage diese Intensität gehen", ergänzte Trainer Christian Streich. "Ich würde auch nur alle fünf Tage spielen, und das würde mir auch Spaß machen. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste. Aber andere Trainer machen das seit 20 Jahren. Da kann ich jetzt nicht anfangen zu jammern, dass wir in den Europapokal gekommen sind, weil wir letztes Jahr so gut waren."

Startelf-Debüt für Freiburger Kyereh

Daher freut Streich sich, dass er in dieser Saison einen noch breiteren Kader zur Verfügung hat und talentierte Spieler wie Daniel-Kofi Kyereh in die Startelf rotieren kann. Streich war "sehr zufrieden", mit der Leistung des 26-Jährigen, der vergangene Saison zwölf Tore und zehn Vorlagen zu einer starken Zweitliga-Saison des FC St. Pauli beigetragen hat. Fast hätte Kyereh dem Spiel seinen Stempel aufdrücken können. Doch in der 16. Minute habe er "nicht genügend Druck auf den Ball bekommen". Seiner Meinung nach, waren Aktionen wie diese der Hauptgrund, für den vergebenen Sieg, "weil wir den letzten Pass nicht ganz sauber zu Ende gebracht haben". Grundsätzlich war er jedoch mit der Leistung seiner Freiburger zufrieden: "Bin froh, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben. Natürlich schade, dass wir nicht gewonnen haben, aber wir können zufrieden sein mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben."

Nun wartet Piräus in der Europa League

Am kommenden Donnerstag (15.9., 18:45 Uhr) wartet auf den SC Freiburg mit Olympiakos Piräus der nächste Gegner in der Europa League. Der griechische Meister hat sein Auftaktspiel beim FC Nantes mit 1:2 verloren und steht im ersten Heimspiel bereits unter Druck. Für Mark Flekken der nächste Höhepunkt: "Auf jeden Fall! Da ist, glaube ich, eine Stimmung und eine Atmosphäre, auf die wir uns freuen können." Für Christian Streich ist es ein "extrem schweres Spiel" und ein "Abenteuer". Und dennoch: "Wir zeigen uns stabil, und es passt alles."

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