Matthias Ginter und Nicolas Höfler feiern den 3:0-Auswärtssieg des SC Freiburg bei Olympiakos Piräus in der Europa League. (Foto: IMAGO, IMAGO/Yu Shuaishuai)

Fußball | Europa League

SC Freiburg reist vom Festtag zum Spitzenspiel

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Bemerkenswert souverän fährt der SC Freiburg in der Europa League die nächsten Punkte ein. Bei Trainer Streich hält sich die Euphorie noch in Grenzen. Das kann sich am Sonntag ändern.

Der SC Freiburg reitet weiter auf der Erfolgswelle - nicht nur national, sondern auch international. Nach dem souveränen 3:0-Sieg bei Olympiakos Piräus war Doppeltorschütze Michael Gregoritsch ganz verzückt: Er sei "unglaublich stolz" und es mache "einfach unglaublich Spaß", sagte der 28-jährige. "Wir haben soviel Spaß auf und auch neben dem Platz und werden von Spieltag zu Spieltag besser."

Cooler SC Freiburg im Hexenkessel von Piräus

So cool wie sie sich im Hexenkessel von Piräus präsentiert haben, setzen die Badener ihren Höhenflug womöglich auch im Landesduell mit der TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag (19:30 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de) fort. Und das wäre für ihn dann wirklich "eine Aussage", betonte Trainer Christian Streich. "Wenn wir in Hoffenheim bestehen, dann sage ich: Chapeau."

Die TSG gehört genau wie der Sport-Club aktuell zur Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga. Und Streich schätzt sie stärker ein als Olympiakos Piräus. Mit Griechenlands Rekordmeister hatten die Freiburger am Donnerstag keine Mühe. Dennoch: "Ich würde das nicht als Spitzenteam bezeichnen", meinte Gregoritsch. "Aber gerade sind wir in der Situation, dass wir vorne dabei sind, in der Liga und der Europa League. Und klar, jetzt wollen wir dabei bleiben, so lang wie möglich. Und den schönen Lauf fortsetzen."

SC Freiburg zwischen Piräus und Hoffenheim

Nie gerieten die Gäste beim 3:0 (2:0) im Georgios-Karaiskakis-Stadion ernsthaft in Gefahr. Stattdessen ließen sie aus dem Hexenkessel, in dem sie von den frenetischen Olympiakos-Fans mit einer Pyro-Show begrüßt worden waren, sofort die Luft raus. Gregoritsch baute in der 25. und 53. Minute die Führung durch Nicolas Höfler (5.) aus.

Mit sechs Punkten nimmt der SC allmählich schon Kurs auf die K.o.-Phase. "Wir haben verdient gewonnen, es war ein toller Abend", sagte Coach Streich. In der für ihn typischen Art widmete er sich aber sofort wieder der Vorbereitung auf das nächste Spiel. Hoffenheim sei in der aktuellen Verfassung "bei allem Respekt wieder etwas ganz anderes", so der 57-Jährige. "Wir haben jetzt ein schweres Auswärtsspiel in Hoffenheim, da werden wir wieder geprüft" ergänzte Verteidiger Matthias Ginter. "Klar, ich will jetzt nicht die Euphorie bremsen, ich will einfach weiter erfolgreich sein."

Freiburg ohne Rotation gegen Hoffenheim

Um gegen die Kraichgauer voll bei Kräften zu sein, bedarf es nun schneller und guter Regeneration. Und auch Rotation? Bisher bereitet die Mehrfachbelastung durch den Europapokal den Freiburgern in dieser Saison keine Probleme. In Piräus bot Streich sogar die gleiche Startelf auf wie im vergangenen Liga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (0:0). Erst gegen Ende wechselte er etwas durch.

Die Defensive steht derzeit extrem stabil. Er habe sich mit Nebenmann Matthias Ginter "gut eingespielt", sagte Innenverteidiger Philipp Lienhart. Machen er und die Freiburger auch gegen Hoffenheim so weiter, zieht vermutlich sogar der so besonnene Streich den Hut.

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SWR

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