Die Freiburger Mannschaft bejubelt den Treffer im DFB-Pokal. (Foto: imago images, KBS-Picture)

Fußball | DFB-Pokal

Finale! Furiose Freiburger fahren nach Berlin

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Der SC Freiburg hat im Halbfinale des DFB-Pokals den Hamburger SV bezwungen und reist jetzt zum Endspiel nach Berlin. Den Grundstein legten die Freiburger mit einer furiosen ersten Halbzeit.

Der SC Freiburg steht zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im DFB-Pokalfinale. Das Team von Trainer Christian Streich setzte sich am Dienstag mit 3:1 (3:0) im Halbfinale beim Hamburger SV durch. Nils Petersen hatte die Breisgauer früh in Führung gebracht (11. Minute), Nicolas Höfler erhöhte auf 2:0 (17.). Für die Vorentscheidung sorgte schließlich Vincenzo Grifo, der einen Foulelfmeter verwandelte (35.). Robert Glatzel erzielte in der 88. Minute noch den Ehrentreffer für den HSV.

Hamburg spielt, Freiburg trifft 

Die ersten Minuten der Partie gehörten den Hausherren. Der HSV begann mutig und spielte sich so die erste Möglichkeit heraus (6.). Glatzel aber köpfte den Ball am langen Pfosten vorbei. Besser machten es die Freiburger: Petersen nutzte den kurzen Abpraller von HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes und brachte den Ball ebenfalls mit dem Kopf zur frühen Führung im Kasten unter (11.). Der erste Treffer mit der ersten Chance - und das sollte erst der Auftakt zu einer furiosen ersten Halbzeit der Freiburger sein. 

Denn nur sechs Minuten später erhöhte Höfler mit einem sehenswerten Distanzschuss auf 2:0 (17.). Wieder war HSV-Schlussmann Heuer Fernandes ohne Chance - diesmal allerdings, weil Teamkollege Sebastian Schonlau Höflers Schuss unhaltbar abgefälscht hatte. Die Hamburger gaben trotz des frühen und deutlichen Rückstandes nicht auf und spielten sich durch Suhonen (27.) und Bakery Jatta (30.) weitere Chancen heraus, scheiterten dabei aber entweder an SC-Keeper Mark Flekken oder an fehlender Präzision. 

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Grifo trifft vom Punkt 

Die Chance auf den dritten Treffer hatten die Freiburger, nachdem Schiedsrichter Deniz Aytekin eine Szene aus der 32. Minute noch einmal anhand der Videobilder checkte: Moritz Heyer hatte Schlotterbeck im Fallen mit dem Fuß am Hinterkopf erwischt. Aytekin entschied auf Elfmeter. Den verwandelte Grifo zum 3:0 (35.). Den Schlusspunkt unter die spektakuläre erste Halbzeit setzte dann doch noch der HSV mit einem Treffer (38.). Suhonen stand dabei allerdings im Abseits. Das Tor zählte nicht und so ging es mit der komfortablen Freiburger Führung in die Pause. 

Nach dem Seitenwechsel waren es erneut die Hamburger, die mit mehr Zug zum Tor aus der Kabine kamen. Flekken aber verhinderte den Anschlusstreffer der Hausherren (50./52.). Dass auch der SC noch mitspielte, stellten Roland Sallai (54.) und Petersen (56.) mit mutigen, aber wenig effektiven Distanzschüssen unter Beweis. Die Partie verlor in der Folge ein wenig an Fahrt. Der Zweitligist stemmte sich allerdings weiter gegen das drohende Ausscheiden und traf durch Glatzel in der 88. Minute noch zum 1:3.

Freiburg zieht erstmals ins DFB-Pokalfinale ein

An der Niederlage aber änderte das nichts mehr. Auch weil die Freiburger bis zum Abpfiff konsequent verteidigten und Streich mit gezielten Wechseln noch einmal für Entlastung sorgte. So zieht der SC Freiburg ins DFB-Pokalfinale ein und macht wahr, was die 6.000 mitgereisten Fans im Stadion sangen: "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin."

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