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Der SC Freiburg musste gegen Werder Bremen eine Heim-Niederlage hinnehmen. Erneut wurde den Breisgauern ein Tor in der Schluss-Minute aberkannt.

Aberkannte Tore in der Schlussphase könnten zum neuen Fluch des SC Freiburg werden. Blieb den Breisgauern beim 1:1 gegen RB Leipzig der späte Siegtreffer (zu Recht) versagt, wurde dem SC Freiburg beim 0:1 gegen Werder Bremen der Ausgleichstreffer aberkannt.

Der SC Freiburg sah sich von Anfang großem Druck ausgesetzt. Bremen verteidigte offensiv und ließ das Team von Trainer Christian Streich kaum zur Entfaltung kommen. Trotzdem gelang es Freiburg, mit weniger Ball-Aktionen mehr Gefahr zu erzeugen. Doch Vincenzo Grifo (5.) und Roland Sallai (17.) konnten ihre Chancen nicht verwerten. "Wir schaffen es nicht, gegen Mannschaften, die tief stehen, den Ball über die Linie zu kriegen", ärgerte sich Freiburgs Torjäger Nils Petersen im Interview mit SWR Sport, "Wir haben zuhause Paderborn, Düsseldorf und heute Bremen die Punkte geschenkt. Und das ist halt ärgerlich."

Freiburg kam nur mit Mühe zu Chancen

Die Bremer waren deutlich effektiver und nutzen ihre erste Großchance zur Führung: Davy Klaassen gelang es, mit einem Pass die gesamte Freiburger Abwehr auszuhebeln und Leonardo Bittencourt freizuspielen. Der ehemalige Hoffenheimer schoss unhaltbar zur Bremer Führung ein (19.). "Das war ein super Abschluss", meinte SC-Freiburg-Verteidiger Manuel Gulde, " aber es war trotzdem ein viel zu einfaches Tor."

Nach der Pause musste der SC Freiburg gegen ein Bremer Abwehr-Bollwerk anrennen und musste schwer schuften, um zu Chancen zu kommen. Nicolas Höfler vergab die erste aus 17 Metern (62.). Der eingewechselte Chang-Hoon Kwon die zweite (83.). Kurz nach der Gelb-Roten Karte des ebenfalls eingewechselten Philipp Bargfrede konnte Freiburg noch einmal jubeln: Manuel Gulde nutze den Abpraller nach einem Pfostenschuss von Nils Petersen zum vermeintlichen Ausgleich (90.). Doch der Video-Beweis zeigte, dass Petersen bei seinem Abschluss knapp im Abseits stand. In der Nachspielzeit scheiterte auch noch Petersen am gut aufgelegten Werder-Torwart Jiri Pawlenka. So blieb es beim 0:1. "Wir haben heute total unverdient verloren, finde ich", ärgerte sich Freiburg Trainer Christian Streich. "Aber wir sind in den Abschluss-Situationen außerhalb der Standards nicht gut genug. Das müssen wir uns ankreiden lassen. Aber das ist keine verdiente Niederlage. Wir haben zu wenig Tor-Gefahr von einigen Spielern."

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