STAND
REDAKTEUR/IN

Der SC Freiburg ist erfolgreicher als je zuvor. Mit dem Sieg gegen Borussia Dortmund veredelt die Mannschaft von Christian Streich eine starke Serie. Doch einen Wermutstropfen gibt es dennoch.

Christian Streich ist mit dem SC Freiburg zu diesem Zeitpunkt so erfolgreich wie nie zuvor. Noch nie hat sein Team an den ersten 20 Spieltagen bereits 30 Punkte gesammelt. Nach dem 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund war die Stimmung gut beim SC: "Es war ein geiles Spiel, und es ist ein sehr, sehr gutes Gefühl", sagte Vincenzo Grifo gegenüber SWR Sport. "Es hat lange gedauert, bis wir einen Sieg gegen Dortmund einfahren konnten, deswegen haben wir uns natürlich doppelt gefreut", so Nicolas Höfler und fügte hinzu: "Seit dem Mainz-Spiel sind wir so stabil wie schon lange nicht, oder gar noch nie. Jetzt fehlen nur noch die Zuschauer. Dann wäre es perfekt."

Dass Freiburg zudem auch im siebten Heimspiel in Serie mindestens zwei Tore erzielte, ist eine weitere Bestmarke unter Streich. "Wir überraschen uns auch manchmal selber", sagte Stürmer Nils Petersen im Sport1-Doppelpass am Sonntag.

Sieg gegen den BVB passend zum 700. Jubiläum

Seit insgesamt 19 Bundesliga-Spielen war dem Sport-Club kein Erfolg mehr gegen den BVB gelungen, seit Anfang Mai 2010. Damit lag dies schon gut eineinhalb Jahre zurück, als Streich Ende Dezember 2011 seinen Posten antrat. Dass es nun am Samstag wieder klappte, passte zum Jubiläum des 700. Bundesliga-Auftritts des Clubs.

"Es war unser Ziel, einer der Top drei Mannschaften Deutschlands Punkte wegzunehmen, und das haben wir geschafft. Von daher kann man sich noch ein kleines Stück mehr freuen", resümierte auch Freiburgs Keven Schlotterbeck am Mikrofon von SWR Sport. "Der Trainer hat es vor dem Spiel schon angekündigt und uns dann doppelt heiß gemacht. Seine emotionale Ansprache hat endlich gefruchtet. Wir sind alle happy drüber", sagte Höfler.

Kein anderer Coach trat in der Erstliga-Historie so oft gegen einen Gegner an, ohne wenigstens einmal zu gewinnen. 16 Mal war das für Streich mit dem SC Freiburg gegen die Westfalen der Fall, bis auf drei Remis kam nichts dabei heraus. Bis zu diesem erkämpften, aber durchaus verdienten 2:1 (0:0).

Schlotterbeck: "Jeder läuft für den anderen, das zeichnet uns aus"

Zwei Punkte haben die Freiburger nun nur weniger als der BVB, dabei haben sie doch anders als die Westfalen gar keine Ambitionen auf den internationalen Wettbewerb. Die Frage, ob man nicht doch anfangen würde, an den Europapokal zu denken, unterbrach Grifo sofort. "Träumen gilt für den SC Freiburg nicht", sagte er. Sein Teamkollege Nicolas Höfler fügt hinzu: "Es gibt jetzt kein Grund, in totale Euphorie zu verfallen. Es sind 'nur' zehn Punkte, wenn wir die schnellstmöglich sammeln, dann können wir auch wieder über neue Ziele sprechen. Aber Ziel Nummer Eins sind die 40 Punkte."

Es macht jedenfalls Spaß, dem SC Freiburg zuzusehen, das Mannschaftsgefüge stimmt. "Jeder läuft für den anderen, das zeichnet uns die letzten Wochen aus. Und man kann schon sagen, dass wir defensiv sehr stabil stehen", so Schlotterbeck. "Jeder steht an seinem Platz und weiß, was er zu tun hat."

Als nächstes tritt der SC Freiburg beim SV Werder Bremen an (Samstag, 15:30 live bei SWR-1-Stadion) - auch hier will die Mannschaft von Christian Streich wieder punkten. "Wir wollen die Welle, auf der wir sind, jetzt weiterreiten"

Fußball | Bundesliga "Ein geiles Spiel": Freiburg gegen BVB erfolgreich wie nie

Zu einem solchen Erfolg hat Christian Streich den SC Freiburg noch nie geführt. Erstmals durfte sich der Trainer über einen Sieg gegen Borussia Dortmund freuen. Es war in mehrerlei Hinsicht ein besonderes Spiel für den Sport-Club.  mehr...

Fußball | Bundesliga Nils Petersen über seine Zukunft: "Ich habe schon vor, Freiburg treu zu bleiben"

Rekordjoker Nils Petersen wird über den Sommer hinaus beim SC Freiburg bleiben. Eine Zukunft beim Sport-Club könne er sich auch nach dem Abschied vom aktiven Fußball vorstellen.  mehr...

Freiburg im Breisgau

Fußball | Bundesliga Mit zwei tollen Toren: Der SC Freiburg düpiert Borussia Dortmund

Heimerfolg gegen ein Spitzenteam: Der SC Freiburg setzte sich am 20. Bundesliga-Spieltag mit 2:1 (0:0) gegen Borussia Dortmund durch. Damit weisen die Breisgauer nun 30 Punkte auf - und dürfen den Blick weiter nach oben richten. Für Trainer Christian Streich im 17. Duell der erste Sieg gegen den BVB.  mehr...

STAND
REDAKTEUR/IN