Große Enttäuschung beim SC Freiburg nach dem 2:2 gegen Bielefeld (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Bundesliga

"Ganz, ganz bitter": Schwerer Dämpfer für den SC Freiburg

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Nach der furiosen Hinrunde und dem sensationellen Platz drei zur Saison-Halbzeit musste der SC Freiburg zum Start ins neue Jahr einen Dämpfer hinnehmen. Nach dem Remis gegen Arminia Bielefeld war die Enttäuschung groß.

Etwas geknickt war Christian Streich nach dem leichtfertig verspielten Sieg dann doch. Der Patzer im unverhofften Kampf um die Königsklasse oder das unnötige Abrutschen auf Rang vier - all das sei zwar "kein Weltuntergang", betonte der Trainer des SC Freiburg, gab zerknirscht aber zu, dass es "natürlich schon ein bisschen schade" sei. Zumal ihm ein verspätetes Geschenk zum zehnten Dienstjubiläum verwehrt blieb.

Das 2:2 (1:0) zum Rückrundenstart gegen den Abstiegskandidaten Arminia Bielefeld drückte beim Überraschungsteam der Hinrunde auf die Stimmung. Von einem "ganz, ganz bitteren" Nachmittag sprach Kapitän Christian Günter, der mit Freiburg vor dem Jahreswechsel so furios aufgespielt hatte.

Höler': "So ein Spiel darf man nicht mehr aus der Hand geben"

Doch um sich den großen Traum von Europa erfüllen zu können, muss die Mannschaft aus dem beschaulichen Breisgau die Schwankungen abstellen. "Wenn du 2:0 vorne liegst, darfst du das Spiel auf jeden Fall nicht mehr aus der Hand geben", schimpfte Stürmer Lucas Höler nach der verschenkten Führung in einer Partie, in der Freiburg lange als sicherer Sieger schien. Statt mit weiterem Schwung geht der Sport-Club nun mit etwas gedämpfter Euphorie in das Topspiel bei Borussia Dortmund am Freitag.

Uphoff patzt und schimpft: "Unnötiges Ergebnis"

"Die Enttäuschung überwiegt, das Ergebnis ist unnötig", sagte Benjamin Uphoff, der Stammkeeper Mark Flekken nach dessen positivem Corona-Test ersetzt hatte und bei den Treffern durch Masaya Okugawa (60. Minute) und Bryan Lasme (87.) eine äußerst unglückliche Figur machte. Doch der Bundesliga-Debütant erhielt nach dem gebrauchten Tag die Rückendeckung seines Teams. Es sei "überhaupt kein Problem", versicherte Streich und ergänzte: "Ich mache auch Fehler und bin manchmal unglücklich. Er ist derjenige, der am schlechtesten schläft. Es tut mir echt leid, dass es so ein bisschen blöd für ihn gelaufen ist."

Auch Höler machte Uphoff "keinen Vorwurf". Wohl auch, weil das ganze Team gegen tapfer kämpfende Bielefelder eine Schlussphase zum Vergessen spielte. Dabei hatte Streichs Elf in den 60 Minuten zuvor mit attraktivem Offensivfußball durchaus das Potenzial für die europäische Bühne aufblitzen lassen und verdient durch Janik Haberer (6.) und Woo-Yeong Jeong (46.) geführt. Und das, obwohl Leistungsträger wie Nationalspieler Nico Schlotterbeck und Flekken fehlten.

Streich: "Furchtbares Tor"

Doch nach dem Anschluss habe "Bielefeld Lunte gerochen, und wir waren nicht mehr gut genug", kritisierte Streich, der den späten Treffer zum Ausgleich als "furchtbares Tor" bezeichnete: "Solche Tore kriegst du hoffentlich auch nicht jede Woche. Wir müssen mit dem Punkt leben."

Selbst die Lobeshymne von Trainerkollege Frank Kramer dürfte da nur ein schwacher Trost gewesen sein. Der Bielefelder Coach, der sich über einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf freute, lobte Streichs "außergewöhnliche Leistung" mit Blick auf dessen Jubiläum Ende Dezember: "Ich finde das absolut beachtenswert, was für einen Job ihr macht. Hut ab."

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