Christian Streich als Trainer des Jahres geehrt (Foto: IMAGO, IMAGO / kolbert-press)

Fußball | Bundesliga

Christian Streich als Trainer des Jahres geehrt

STAND

Christian Streich ist Nachfolger von Thomas Tuchel, zumindest als Trainer des Jahres. Am Donnerstag wurde er vom Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) ausgezeichnet.

Christian Streich hat den SC Freiburg ins Finale des DFB-Pokals und in die Europa League geführt. Der 57-Jährige selbst spielt seinen Anteil an dem Erfolg gerne herunter und verweist stattdessen auf sein Trainer-Team, "dass eigene Stärken einbringt und meine Schwächen ausgleicht". Dennoch: Christian Streich ist der Chef der sportlichen Leitung und hat in dieser Position vergangene Saison einen herausragenden Job gemacht.

Streich findet Auszeichnung "unglaublich"

Dieser Meinung war auch die Mehrheit der deutschen Sportjournalistinnen und Sportjournalisten, die sich im Verband VDS organisiert haben. Sie haben ihn im Juli mit 276 Stimmen vor Oliver Glasner (Eintracht Frankfurt, 133 Stimmen) und Steffen Baumgart (1. FC Köln, 65 Stimmen) zum Trainer des Jahres gewählt. Am Donnerstag erhielt er die Auszeichnung. "Über die Auszeichnung bin ich schon mehr als erfreut. Ich weiß es total zu schätzen. Ich finde es unglaublich, dass für mich abgestimmt wurde", sagte Streich vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Freitag (ab 20:30 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de).

Vor der aktuellen Saison wechselte Nationalverteidiger Nico Schlotterbeck vom SC zum BVB. Schätzungen zufolge, beläuft sich die Ablösesumme für den 22-jährigen auf rund 20 Millionen Euro plus weiterer Boni. Schlotterbeck gilt als Kandidat für einen Platz im Kader für die Weltmeisterschaft in Katar. Dort könnte er an der Seite seines Klubkollegen Niklas Süle im DFB-Trikot die Innenverteidigung bilden. (Foto: IMAGO, Team 2)
Vor der aktuellen Saison wechselte Nationalverteidiger Nico Schlotterbeck vom SC zum BVB. Schätzungen zufolge, beläuft sich die Ablösesumme für den 22-jährigen auf rund 20 Millionen Euro plus weitere Boni. Schlotterbeck gilt als Kandidat für einen Platz im Kader für die Weltmeisterschaft in Katar. Dort könnte er an der Seite seines Klubkollegen Niklas Süle im DFB-Trikot die Innenverteidigung bilden. Team 2 Bild in Detailansicht öffnen
Maximilian Philipp zählte noch vor wenigen Jahren zu den größten Talenten im deutschen Fußball. Der Offensivmann kam Anfang 2013 aus der Jugendabteilung von Energie Cottbus zum SC Freiburg. Unter Trainer Christian Streich entwickelte er sich zum Leistungsträger. Im Sommer 2017 verpflichtete Borussia Dortmund den damaligen U21-Nationalspieler für etwa 20 Millkionen Euro. In Dortmund konnte er sich jedoch nicht wirklich durchsetzen und landete über Dynamo Moskau beim VfL Wolfsburg. Sven Simon Bild in Detailansicht öffnen
Roman Bürki fand im Juli 2014 von den Grasshoppers Zürich den Weg in den Breisgau. Der damalige Schweizer Nationaltorhüter blieb nur ein Jahr beim SC Freiburg. In der darauffolgenden Saison beerbte er in Dortmund Roman Weidenfeller. Bürki wurde Stammtorhüter beim BVB gewann zweimal den DFB-Pokal und einmal den Supercup. Im Sommer 2021 wurde Bürki jedoch vom ehemaligen Stuttgarter Gregor Kobel abgelöst und wechselte zu St. Louis City in die MLS. Team 2 Bild in Detailansicht öffnen
Einer fand sogar den Weg zurück - Matthias Ginter. Der gebürtige Freiburger wurde beim SC ausgebildet und reifte in seiner Heimat zum Bundesligaprofi, Nationalspieler und Weltmeister. Nach dem Titelgewinn 2014 in Brasilien wechselte er nach Dortmund. Mit dem BVB gewann Ginter 2017 den DFB-Pokal. Über die Zwischenstation Borussia Mönchengladbach wechselte der 28-jährige im Sommer zurück zu "seinem" SC Freiburg. MIS Bild in Detailansicht öffnen
Sebastian Kehl wechselte im Januar 2002 nach Dortmund und sollte danach 13 lange Jahre für die Schwarz-Gelben am Ball bleiben. Mit dem BVB holte der heute 42-jährige drei Meisterschaften (2002, 2011, 2012) und einen Pokalsieg (2012). Seit dem 1. Juli 2022 ist er als Nachfolger von Michael Zorc Sportdirektor von Borussia Dortmund. Kirchner-Media Bild in Detailansicht öffnen
Jörg Heinrich wechselte im Winter 1996 von Freiburg nach Dortmund. Durt wurde er zweimal Deutscher Meister (1996, 2002), Champions-League-Sieger (1997) und Gewinner des Weltpokals (1998). 1998 bezahlte der AC Florenz die bis dahin höchste Ablösesumme für einen deutschen Spieler von 25 Millionen Mark. 2000 kehrte Heinrich zurück und feierte 2002 seine zweite Meisterschaft mit Dortmund. Unter Cheftrainer Peter Stöger war der 52-jährige bis Juli 2018 für ein halbes Jahr Co-Trainer der Borussia. CHROMORANGE Bild in Detailansicht öffnen

Streich lobt den gesamten SC Freiburg

Um die Lorbeeren gleich wieder an Teams weiterzugeben: "Ich nehme die Auszeichnung stellvertretend für den Verein und alle die hier arbeiten", betonte der dienstälteste Coach der Liga: "Ich finde es wahnsinnig toll, dass wir ausgezeichnet werden für Dinge, die wir zusammen gemacht haben." "Es wird auf jeden Fall irgendwo in der Wohnung einen Platz finden. Aber nicht so, dass die Leute genötigt sind, es immer anschauen zu müssen."

STAND
AUTOR/IN
SWR

Mehr zum SC Freiburg

Freiburg, Hoffenheim, Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Mannheim

Fußball | Länderspiele "Unsere" Nationalspieler sammeln Meilen: Die Strecken der Spieler aus dem Südwesten

In der Länderspielpause sind die Nationalspieler des Südwestens weltweit unterwegs. Leipzig, Algerien oder Südkorea, der halbe Kontinent ist dabei. Wer sammelt die meisten Meilen?  mehr...

Freiburg, Sinsheim

Fußball | Bundesliga Nach Remis im Baden-Duell: Streich mit Liebeserklärung für Keeper Baumann

Für Hoffenheims Keeper Oliver Baumann sind Spiele gegen seinen Ex-Club SC Freiburg eigentlich schon Routine. Dieses Mal aber war SC-Coach Christian Streich voll des Lobes für den gebürtigen Breisgauer.  mehr...

SWR Sport SWR Fernsehen

Freiburg, Sinsheim

Fußball | Bundesliga Hoffenheim und Freiburg trennen sich im Baden-Duell unentschieden

Zum Abschluss des siebten Spieltags der Fußball-Bundesliga trennen sich die TSG Hoffenheim und der SC Freiburg im Duell Nord- gegen Südbaden unentschieden.  mehr...

SWR Sport SWR Fernsehen