Klatsche in Wolfburg: Der SC Freiburg ist zurück in der Realität (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

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Klatsche in Wolfsburg: Der SC Freiburg ist zurück in der Realität

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0:6 in Wolfsburg, was für ein bitteres Dienstjubiläum für Trainer Christian Streich: Sein SC Freiburg ist zurück auf dem Boden der Tatsachen.

Christian Streich schaute frustriert, gekränkt und ziemlich traurig. "Am besten sage ich nichts, dann sag' ich nichts Falsches", meinte der Trainer des SC Freiburg nach diesem üblen 0:6 (0:3) beim VfL Wolfsburg. Noch nie hatte Streich in seiner Bundesliga-Karriere mit 0:6 verloren, und das auch noch bei seinem Dienstjubiläum. Freiburg, zuletzt als Bayern-Jäger gefeiert, ist zurück in der Realität.

Komplett gebrauchter Tag für den SC Freiburg

"Zwei Monate auf dem zweiten Platz, viel Lob", meinte Streich, der dann doch noch was sagte. Und dann das. "Chancenlos", sei seine Mannschaft gewesen, habe sich "ganz, ganz schlecht" verhalten auf dem Platz und "nichts entgegenzusetzen gehabt", sagte Streich, der nicht früh mit Auswechslungen reagierte: "Vollständig falsch - wie alles, was wir gemacht haben."

Streich: "Demut ist auf jeden Fall zurückgekehrt"

Von Platz zwei ging es runter auf Rang vier. "Demut ist auf jeden Fall zurückgekehrt", sagte Streich, der auf den Tag genau elf Jahre zuvor sein Trainerdebüt in Freiburg gefeiert hatte.

Ebbt der Hype jetzt ab?

Die Breisgauer nahmen ihr Debakel aber auch mit Humor. "Also hoch gewinnen wir heute nicht mehr...", twitterte der Klub während des Spiels. Und vielleicht sind sie sogar ganz froh, dass sie nicht mehr der "Bayern-Jäger Nummer eins" sind, der Hype um das Team jetzt wohl ein bisschen abebbt.

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Streich erinnerte auch noch einmal daran, dass Freiburg vor der Winterpause wohl über seinen Möglichkeiten gespielt habe und viel zu ihren Gunsten lief. Es sei "vollständiger Wahnsinn", wer alles hinter Freiburg lag oder liegt, sagte Streich.

Nun wartet Eintracht Frankfurt

Doch die Art und Weise der Pleite wird den Klub noch ein bisschen beschäftigen - zumal der Gegner am Mittwoch (20:30 Uhr) Eintracht Frankfurt heißt. Die Hessen, die mit einem 3:0 gegen Schalke 04 ins Jahr gestartet sind, haben ja wie die Wolfsburger auch schnelle Außenstürmer.

Bangen um Vincenzo Grifo

"Wir dürfen uns nicht so abschießen lassen. Zum Glück ist eine Englische Woche, so können wir am Mittwoch ein anderes Gesicht zeigen. Eine andere Aggressivität zeigen", sagte Kapitän Christian Günter. Doch auch gegen Frankfurt droht der erkrankte und in Wolfsburg stark vermisste Vincenzo Grifo wieder auszufallen.

Streich will nun in der Vorbereitung auf Frankfurt die Ruhe bewahren, es wird keine besonderen Aktionen geben. "Video gucke. Vorbereite. Kicke", sagte er. Das hatte vor dem 0:6 ja auch immer ganz gut funktioniert.

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