Oliver Leki (Foto: imago images, IMAGO/ Jörg Schüler)

Fußball | Bundesliga

SC-Freiburg-Vorstand Oliver Leki macht sich für 50+1-Regel stark

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Finanzvorstand Oliver Leki vom SC Freiburg hat sich in einem Interview mit dem Sportmagazin Kicker einmal mehr für die 50+1-Regel stark gemacht.

Er sei sich "mehr denn je" sicher, dass die 50+1-Regel im deutschen Fußball eine Zukunft habe, so SC-Vorstand Oliver Like im Interview mit dem Kicker. Er stehe in aller Deutlichkeit seit Jahren für den Erhalt der Regel ein, deshalb sei es sehr erfreulich, dass die Grundregel 50+1 laut Bundeskartellamt keinen kartellrechtlichen Bedenken unterliege. "Es wird jetzt unsere Aufgabe als DFL-Präsidium sein, mit dem Bundeskartellamt in den Dialog zu treten, um die verbleibenden Bedenken, die angemeldet wurden, entweder auszuräumen oder Lösungswege zu finden, um letztlich eine kartellrechtlich tragfähige Regelung zu haben", so Leki weiter.

Die 50+1-Regel besagt, dass der Stammverein nach der Ausgliederung seiner Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft weiter die Mehrheit der Stimmenanteile besitzen muss. Somit soll die Übernahme durch Großinvestoren, wie es beispielsweise in England seit vielen Jahren praktiziert wird, verhindert werden.

Bundeskartellamt fordert Stellungsnahme

Dass die Werksclubs aus Hoffenheim, Leverkusen und Wolfsburg dennoch seit Jahren von einer Ausnahmeregelung geschützt werden, hatte jüngst auch das Bundeskartellamt bemängelt. Das Trio hat nun bis Ende Oktober Zeit für eine Stellungnahme. Die Hoffnung der Vereine, weiterhin eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten, kann Leki indes nachvollziehen. "Sie berufen sich ja auch auf eine bestehende Satzung." In Hoffenheim ist der Milliardär und langjährige Mäzen Dietmar Hopp (81) Mehrheitseigner.

"Nach meinem Dafürhalten schützt die 50+1-Regel den Fußball, wie ich und viele anderen ihn mögen. Es wird ja öfter versucht, Financial Fairplay als eine Art Ersatzregelung ins Gespräch zu bringen. Das würde unser bestehendes Fußballsystem aber nicht ausreichend schützen"

Dass die 50+1-Regel in Zukunft von einer Art Ersatzregelung wie dem Financial Fairplay ersetzt werden könne, hält Oliver Leki für unwahrscheinlich. "Das würde unser bestehendes Fußballsystem nicht ausreichend schützen", findet er. Eine Aussage, die im europäischen Fußball durchaus Belege findet. Vereine wie Manchester City oder Paris St. Germain fallen seit vielen Jahren dadurch auf, Lücken im Financial Fairplay zu nutzen.

Leki will nichts von "Verzwergung" der Bundesliga wissen

Dennoch stehen längst nicht alle Bundesliga-Vereine hinter der 50+1-Regelung. Eintracht Frankfurts Vorstand Axel Hellmann warnte zuletzt vor einer "Verzwergung" der Bundesliga. Diese würde zu einer Abnahme der internationalen Wettbewerbsfähigkeit führen. "Ich finde die Verwendung der Begrifflichkeit 'Verzwergung' völlig unangebracht", hält Leki dagegen. Wenn wie in diesem Sommer zwei kleine Vereine in die Bundesliga aufgestiegen seien und ein großer, "sogenannter Traditionsverein eben nicht, dann verdienen diese beiden Aufsteiger großen Respekt." Das gelte gleichermaßen auch für Klassenerhalt und Abstieg. Deshalb eine Reichweiten-Debatte zu führen halte er für falsch. Stattdessen rate er zu mehr Zurückhaltung. Er "würde uns als Bundesliga auch nicht ständig selbst in Schutt und Asche reden. Das bringt uns nämlich als Liga nicht weiter."

"Das will ich mir nicht kaputt reden lassen"

Stattdessen halte er es für wichtig, Interessensausgleiche zwischen den 36 Vereinen der Bundesliga und 2. Bundesliga zu finden. So müsse man dafür sorgen, dass die Interessen sowohl eines FC Bayern München als auch des SV Sandhausen gewahrt werden könnten.

"Genau, das ist ja die Kunst und die Aufgabe, einen Ligaverband zu führen, in dem es Bayern München und Sandhausen gibt. Es gibt Stimmen, die sagen, das kann man nicht unter einen Hut bringen, das muss man trennen", so Leki. "Ich glaube das nicht, denn in den vergangenen Jahrzehnten ist es der Liga ziemlich gut gelungen, das unter einen Hut zu bringen. Das will ich mir nicht kaputt reden lassen."

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