Christian Streich, Trainer SC Freiburg im Winter-Trainingslager  (Foto: SWR)

Fußball | Bundesliga

Christian Streich vom SC Freiburg: "Die Spieler wollen mich abends nicht auch noch sehen"

STAND
AUTOR/IN
Max Wöhr

Die Spieler des SC Freiburg ziehen im Wintertrainingslager in Sotogrande (Spanien) voll mit. Bei der Freizeitgestaltung lässt Trainer Christian Streich sie in Ruhe.

SWR Sport: Christian Streich, die erste Hälfte des Trainingslagers ist vorbei. Wie lautet Ihr Zwischenfazit?

Streich: Es ist gut hier. Die Plätze sind gut, und es ist schön hier am Meer. Es ist toll, wir sind zufrieden.

Fällt Ihnen bei der Trainingsarbeit irgendetwas oder irgendwer besonders auf?

Nein. Es wird ordentlich gearbeitet, aber das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, das habe ich auch so erwartet. Die Jungs hatten über Weihnachten, als wir ihnen frei gegeben hatten, auch daheim trainiert. Alle sind gut erholt, es geht ihnen gut.

"Wir stehen gut da, haben eine gute Vorrunde gespielt. Deshalb ist es klar, dass wir eine gute Atmosphäre haben."

Trotz guter Atmosphäre gibt es auch im Trainingslager sicherlich immer noch Dinge, die besser gemacht werden müssen...

Wir arbeiten nicht an ein oder zwei Sachen, sondern eigentlich ziemlich ganzheitlich. So wie wir auch zu Hause arbeiten. Man kann immer Sachen verbessern, aber ich könnte jetzt nicht sagen, was mir besonders aufgefallen ist. Sie arbeiten insgesamt gut. Aber darüber will ich gar nicht reden, weil das normal bei uns ist.

Kevin Schade ist hier in Spanien nicht mehr dabei, er hat den SC Freiburg zunächst auf Leihbasis Richtung England verlassen. Was wünschen Sie dem U21-Nationalspieler?

Kevin Schade ist in Brentford, und wir hoffen jetzt, dass er dort stabil wird. Körperlich, insgesamt, dass er vorwärts kommt, stabil wird und dort gut spielt.

Wie hat sich Kevin Schade von der Mannschaft verabschiedet?

Er hat sich zuhause verabschiedet, er hat der Mannschaft was gesagt, und wir haben ihn verabschiedet. Dann hat es jeder persönlich gemacht, weil es ja Verbindungen und Beziehungen gibt. Und dann geht man. Aber so ist es im Fußball und sicher heutzutage auch in vielen anderen Branchen. Früher hat man 40 oder 50 Jahre nur an einer oder maximal zwei Stellen gearbeitet. Heute ist es in vielen Branchen ganz anders im Zuge der Globalisierung.

Deshalb ist ein solcher Wechsel für die Jungs ein Stück weit normal. Kevin hat sich gefreut, auch auf dieses Abenteuer in London. Es hat hier gut funktioniert mit der Ausbildung in der Fußballschule. Wir haben einen gewissen Obolus gekriegt, das tut uns gut, damit wir finanziell gesund bleiben. Deshalb waren alle zufrieden.

Wie verbringen die Spieler ihre überschaubare Freizeit hier im Trainingslager?

Die Jungs spielen manchmal Karten wie Wizard. An der Playstation wird bestimmt auch gespielt. Ich sehe das nicht, weil sie das dann im Zimmer machen. Aber sie tun das, sie spielen miteinander und haben Kontakt. Das ist gut, weil sie dann nicht stundenlang in ihre Handys schauen. Hier spielen sie miteinander.

Ansonsten haben die Spieler viel Pflege, Massage, Videos, Training, sie essen oder schlafen. Es ist nicht so, dass sie wahnsinnig viel freie Zeit hätten. Gestern hatten sie frei, da haben sie unterschiedliche Sachen gemacht, sie sind einen Kaffee trinken gegangen oder haben was miteinander gespielt. Da ist jeder anders. Ich schau da nicht nach. Du kannst dich auf die Jungs verlassen. Ich muss keine Angst haben, dass sie irgendwelchen Mist machen.

Spielen Sie auch manchmal mit?

Nein, das mache ich normalerweise nicht. Die Jungs wollen mich beim Spielen nicht mehr sehen - auch noch am Abend, wenn sie frei haben. Deshalb halte ich mich fern. Das ist vielleicht besser.

STAND
AUTOR/IN
Max Wöhr

Mehr zum SC Freiburg

Freiburg im Breisgau

Fußball | Bundesliga Nach Sieg gegen Augsburg: Freiburgs Fans feiern Lucas Höler

Nach zwei sieglosen Spielen ist der SC Freiburg zurück in der Spur. Ein wichtiger Faktor beim 3:1 gegen Augsburg war Lucas Höler. Für den Angreifer endet damit eine lange Wartezeit.

SWR Sport SWR Fernsehen

Freiburg

Fußball | Bundesliga Freiburgs Gregoritsch will Ex-Club ärgern

Michael Gregoritsch wartet auf sein erstes Tor für den SC Freiburg nach der Winterpause. Gegen den FC Augsburg dürfte er besonders motiviert sein. Trainer Christian Streich lobt einen seiner
Ex-Profis.

Stadion SWR1 Baden-Württemberg

Freiburg

Fußball | Bundesliga "Es geht nur so!" Streich stolz und zufrieden mit Reaktion seiner Freiburger

Der SC Freiburg hat nach der herben 0:6-Pleite beim VfL Wolfsburg gegen Eintracht Frankfurt die gewünschte Antwort gegeben. Auch Trainer Christian Streich freute sich.