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Wenn Christian Streich über Florian Niederlechner spricht, dann kommt er regelrecht ins Schwärmen. Der SC-Cheftrainer hat allen Grund, denn der ehemalige Freiburger war an 15 der letzten 18 Tore beteiligt. Dumm nur, dass "der Flo" am Samstag nun beim Gegner vom FC Augsburg unter Vertrag steht.

Die SC-Profis kennen Niederlechner

Dass man den gegnerischen Stürmer in- und auswendig kennt, hat auch Vorteile. Die Freiburger Spieler wissen, wer da auf sie wartet. "Sie wissen, was er tut" sagt Christian Streich. "Sie wissen seine Bewegungen und die Bewegungen sind sehr gefährlich und er weiß, wo er hinlaufen muss." Meint Christian Streich, der sich bewusst ist, wie viel Erfahrung Florian Niederlechner inzwischen hat.

"Extrem stark" nach dem Comeback

Nach dem Kniescheibenbruch nach einem Trainingsunfall war der Stürmer in Freiburg zwar wieder zurück, hatte aber nicht wirklich wieder zur alten Form zurückgefunden. Vor der Verletzung war er "extrem stark". Man ließ ihn ziehen, für geschätzte 2,5 Millionen Euro Ablöse. Dafür kam Jonathan Schmid für etwa dieselbe Summe aus Augsburg nach Freiburg zurück. Für beide eine gute Wahl.

Ein Bayer bleibt ein Bayer

Ein Wechsel, der auf den ersten Blick eine schlechte Entscheidung zu sein scheint, aber auf den zweiten klarer wird: Niederlechner wollte raus aus Baden und zurück nach Bayern. "Er ist ein Bayer, das hat er immer gesagt. Da gibt es ja keine andere Möglichkeit bei ihm. Er ist da verbunden, er liebt die Berge, das sagt er immer wieder." So Christian Streich über die Gründe des Wechsels. Dazu hat er die Nähe zur Familie, die der junge Vater unbedingt wieder wollte.

Nun also läuft er für den Augsburg auf und soll den FC aus dem Ergebnistief holen. Sein Trainer Martin Schmidt über seinen Ausnahmestürmer: "Ich hab mit ihm diese Woche noch kein Wort über Freiburg gewechselt." Und dann führt er weiter aus "Ich habe ihn eher darauf fokussiert auf diese Woche, was auf ihn zukommt, seine Rolle, um an seiner Rolle zu arbeiten und Führung übernehmen und das ist das, worauf er sich zu hundert Prozent konzentriert. Alle anderen Gedanken zu seinem ehemaligen Verein werden genug in seinem Kopf sein, ohne dass ich ihn damit zudröhne."

Niederlechner als Leader

Niederlechner ist nicht nur Augsburgs Topscorer, er ist in seiner Heimat auch die unbestrittene Führungspersönlichkeit, so wie er es sich gewünscht hat. Und in Freiburg wissen sie, wer auf sie zukommt. "Wenn du den Flo natürlich zwischen zwei Innenverteidigern stehen lässt, und der Flo sich dann mal aus dem Spiel verabschiedet für ein paar Sekunden so, gefühlt und du stehst so nebeneinander und der lange Ball kommt, dann machst du zwei Schritte und dann ist er weg", sagt Christian Streich zum Thema Handlungsschnelligkeit am Ball.

Starke SC-Offensive

Der SC Freiburg hat einen guten Stürmer nach Augsburg abgegeben aber sie haben mit Jonathan Schmid einen guten Verteidiger bekommen und darüber hinaus haben sie mit Nils Petersen, Luca Waldschmidt und Lucas Höler einen stark besetzten Sturm. Da ist es zu verkraften, dass der Flo mit elf Saisontoren nun gerade Mal so was von im Flow ist.

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