Vincenzo Grifo jubelt über seinen Treffer zum 2:0 gegen Nantes.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Europa League

SC Freiburg macht gegen Nantes nächsten Schritt Richtung Achtelfinale

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Johannes Holbein

Der SC Freiburg hat auch das dritte Spiel in der Europa League gewonnen. Vor heimischem Publikum besiegten die Breisgauer den FC Nantes.

Auch ohne Cheftrainer Christian Streich, der am Mittwochvormittag positiv auf das Coronavirus getestet worden war, haben die Freiburger ihre Erfolgsserie fortgeführt. Nach Siegen gegen Qarabag (2:1) und Piräus (3:0) bezwangen die Breisgauer auch den FC Nantes. Beim 2:0 (0:0) vor 33.200 Zuschauern im Europa-Park Stadion trafen Daniel-Kofi Kyereh und Vincenzo Grifo. Der Sport-Club ist damit wettbewerbsübergreifend seit neun Partien ungeschlagen.

Freiburg setzt auf Kontinuität, Gregoritsch verletzt sich

Zum fünften Mal in Folge setzten die Freiburger auf dieselbe Startelf. Michael Gregoritsch stürmte von Beginn an, musste allerdings nach 20 Minuten ausgewechselt werden. Bei einer Flanke hatte er sich verletzt. Für ihn kam Nils Petersen in die Partie. Lucas Höler war nach seinem Mittelfußbruch wieder im Kader. Cheftrainer Streich wurde von Co-Trainer Patrick Baier und Verbindungstrainer Julian Schuster vertreten. Zuvor war Streich in seiner zehnjährigen Amtszeit erst zweimal nicht an der Seitenlinie gestanden. 2018 verpasste er wegen eines Bandscheibenvorfalls zwei Bundesliga-Partien.

Kaum gefährliche Aktionen in der ersten Spielhälfte

Die Freiburger waren von Beginn an um Spielkontrolle bemüht. Nantes, das Piräus geschlagen und gegen Qarabag verloren hatte, stand kompakt. Auf die erste Chance mussten die Zuschauer rund 23 Minuten warten. Freiburgs Verteidiger Philipp Lienhart köpfte nach einem Eckball über das Tor. Für die gefährlichste Szene der ersten Hälfte sorgte Kyereh. Einen abgefälschten Schuss des Freiburger Spielmachers konnte Alban Lafont, der schon auf dem Weg in die andere Ecke war, mit einer Hand abwehren.

Kyereh bringt Freiburg in Führung

In der zweiten Hälfte waren keine drei Minuten gespielt, da gingen die Freiburger in Führung. Ritsu Doan bediente im Strafraum Kyereh, der aus kurzer Distanz nur noch ins lange Eck einschieben musste (48.). Zuvor hatte Pedro Chirivella den Ball im eigenen Sechzehner an Doan verloren. Seinen ersten Treffer auf europäischer Bühne bejubelte Kyereh, der vom FC St. Pauli nach Freiburg gewechselt war, mit einem Rückwärtssalto.

Daniel-Kofi Kyereh bejubelt seinen Treffer zum 1:0. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Daniel-Kofi Kyereh bejubelt seinen Treffer zum 1:0. Gelernt habe er seine akrobatischen Kunststücke laut eigener Aussage im Kinderturnen. Picture Alliance

Freiburg drängte von da an auf das zweite Tor. Nach etwas mehr als einer Stunde hatte Kapitän Christian Günter nach einem Zuspiel von Grifo die Chance, aber Lafont parierte seinen Schuss aus spitzem Winkel. Den Freiburgern gelang es in dieser Phase, sich mit schnellem Umschaltspiel immer wieder gefährlich vors Tor der Franzosen zu kombinieren.

Grifo erhöht für den Sport-Club

Nicht verwunderlich also, dass der Sport-Club in der 72. Minute erhöhte. Grifo ließ mit einer kurzen Täuschung seinen Gegenspieler stehen und zirkelte den Ball ins rechte untere Eck. Es war sein zweiter Treffer in der laufenden Europa-League-Saison. Nantes gelang offensiv fast nichts, tauchte dann aber quasi aus dem Nichts zweimal gefährlich vor dem Tor der Freiburger auf. Erst schoss der eingewechselte Evann Guessand deutlich drüber, dann köpfte Samuel Moutoussamy nach einer Ecke aus kurzer Distanz über das leere Tor. Weil auch die Freiburger in Person von Petersen eine weitere Chance vergaben, blieb es beim 2:0.

Freiburg auf bestem Weg Richtung Achtelfinale

Am kommenden Donnerstag (13.10., 18:45 Uhr) treffen beide Teams in Nantes erneut aufeinander. Dann kann Freiburg den Einzug in die Zwischenrunde der Europa League perfekt machen. Dafür genügt der zweite Platz in der Gruppe. Die acht Gruppenzweiten werden gegen die acht Gruppendritten aus der Champions League gelost. Die Gewinner dieser Duelle stehen im Achtelfinale. Verteidigen die Freiburger ihren ersten Platz in der Gruppe G, ziehen sie direkt ins Achtelfinale ein.

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